Am 9. Juni wird in der New Yorker Radio City Music Hall zum 73. Mal der begehrteste US-Theaterpreis verliehen. Die Tony Awards haben weit über Amerika hinaus Bedeutung und liefern auch Impulse für die Spielpläne in Europa. Der Nominierten-Jahrgang 2019 ist aus queerer Sicht ein kleines Feuerwerk. In unseren Top Sechs fackeln wir es ab.
Foto: facebook.com/boysbandbway
Boys in the Band
Das Neuinszenierung des schwulen Kultstücks „The Boys in the Band“ mit Zachary Quinto und Charlie Carver (Foto Mitte) ist bei den Tonys als „Best Revival of a Play“ nominiert.
PLATZ 6: The Cher Show
Cher Show
„The Cher Show“ ist ein schwules Spektakel am Broadway und sammelte bei einer AIDS-Fundraising-Aktion knapp 60.000 Dollar für den guten Zweck. Bei den Tonys gibt's drei Nominierungen: Bestes Kostümdesign, Bestes Licht-Design, Beste Hauptdarstellerin in einem Musical (Stepanie J. Block)
PLATZ 5: Torch Song
Torch Song 1
Der letzte Vorhang für die Neuinszenierung von Harvey Fiersteins schwulem Kultstück „Torch Song“ fiel am Broadway bereits im Januar, doch mit einer Nominierung als „Best Revival of a Play“ gibt's einen verdienten Nachschlag.
PLATZ 4: Choir Boy (Tarell Alvin McCraney)
Choir Boy
Insgesamt ist „Choir Boy“ für vier Tonys nominiert. Der bedeutendste ist der fürs „Best Play“. Das Buch stammt vom schwulen Autor Tarell Alvin McCraney, der für sein Drehbuch des queeren Kinohits „Moonlight“ einen Oscar gewann.
PLATZ 3: The Boys in the Band
Boys i t Band
Auf die schwule Superstar-Inszenierung von „The Boys in the Band“ folgt demnächst eine Verfilmung mit dem Original-Cast (blu berichtete), aber ihre Nominierungen als „Best Revival of a Play“ und für Robin de Jesús als „Bester Nebendarsteller“ sind das vorläufige Highlight in der Erfolgsgeschichte der Show.
PLATZ 2: Jeremy Pope
Pope
Der Hollywood Reporter feierte den schwulen Sänger und Schauspieler Jeremy Pope bereits im April als „Breakout Star“ des Broadway. Jetzt ist Pope bei den Tonys gleich zweimal nominiert: als Bester Hauptdarsteller in „Choir Boy“ und als Bester Nebendarsteller in „Ain't too Proud“.
PLATZ 1: The Prom
Prom Nom
„The Prom“ ist eine Gute-Laune-Show mit aufklärerischem Mehrwert und handelt von einem lesbischen Pärchen, das durch seinen Plan, gemeinsam zum Abschlussball zu gehen, eine Kleinstadt in Indiana in Aufruhr versetzt. Die Autoren wählten Indiana als versteckte Botschaft an Trump-Vize Mike Pence (blu berichtete). Sieben Nominierungen, darunter die Königskategorien „Bestes Musical“, „Best Score“ und für die beiden Hauptdarstellerinnen.