Köln war „noch nie so voll": Beim ColognePride demonstrierten am Sonntag nach Veranstalterangaben rund 1,5 Millionen Menschen für Queerrechte – einer der größten CSDs Europas verlief friedlich und ohne Zwischenfälle.
Foto: Ying Tang / NurPhoto / NurPhoto via AFP
ColognePride 2022, Archivbild
Unter dem Motto „Für Queerrechte. Viele. Gemeinsam. Stark!" sind am Sonntag in Köln nach Angaben des veranstaltenden Vereins ColognePride rund 1,5 Millionen Menschen auf die Straße gegangen. Sie demonstrierten „friedlich, aber laut für die Rechte und Anliegen der queeren Community". Nach Einschätzung des Vereins war die Stadt zur CSD-Demonstration „noch nie so voll wie in diesem Jahr" – ein Eindruck, den laut Veranstalter auch die Ordnungsbehörden bestätigten.
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Allein für den Umzug mit rund hundert Festwagen durch die Innenstadt waren etwa 60.000 Teilnehmende angemeldet. Gesäumt wurde die Route von hunderttausenden Feiernden und Schaulustigen. Die Polizei meldete bis zum Sonntagnachmittag keinerlei Zwischenfälle.
Begleitet wurde die Demonstration von einem mehrtägigen Straßenfest mit fünf Bühnen in der Kölner Innenstadt. Insgesamt umfasste der zweiwöchige ColognePride nach Vereinsangaben über einhundert queere Veranstaltungen. Der Umzug im Zeichen gleicher Rechte für lesbische, schwule, bi, trans, inter und queere Menschen zählt zu den größten seiner Art in Deutschland und Europa.
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Wie in den vergangenen Jahren nahmen auch Politiker*innen teil, darunter der frühere Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) und Grünen-Politikerin Claudia Roth.
Der ColognePride bedankte sich in einer Mitteilung bei Polizei, Stadt, Anwohnenden, Gewerbetreibenden und Volunteers und sprach von „Deutschlands lautestem, sichtbarstem und empowerndstem CSD". Eine zentrale Botschaft des Tages:
„Wir lassen uns nicht spalten – weder von innen, noch von außen!"
Der CSD geht zurück auf die Erstürmung der Schwulenbar Stonewall Inn in der New Yorker Christopher Street am 28. Juni 1969 durch die Polizei. Darauf folgten tagelange schwere Zusammenstöße zwischen Aktivist*innen und Sicherheitskräften.
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