Foto: instagram.com/christianstyles1
Der US-amerikanische Adult-Darsteller Christian Styles ist tot. Er starb am 20. August im Alter von 29 Jahren. Das bestätigte seine Familie in einem Nachruf, aus dem unter anderem Out und PinkNews zitieren. Eine Todesursache wurde nicht genannt.
Hinter dem Künstlernamen stand Zachary Christian Jaghab, geboren im Januar 1997, aufgewachsen in Canton im US-Bundesstaat Michigan. Er begann 2021 in der Branche zu arbeiten und baute sich parallel ein eigenes Publikum als Creator auf. 2023 gewann er bei den GayVN Awards gemeinsam mit seinem Kollegen Chris Damned einen von Fans gewählten Preis, im Jahr darauf folgten weitere Nominierungen.
„Ein Darsteller mit siebenstelliger Reichweite hinterlässt keine Mittel für die eigene Beerdigung.“
Auf X hatten ihm zuletzt über eine Million Menschen abonniert; die Erlöse kamen über sein OnlyFans-Profil. Zwischen den expliziten Aufnahmen postete er regelmäßig Videos, die ihn beim Inline-Skaten durch Michigan zeigten.
Die Trauerfeier fand am heutigen Dienstag in der St. Mary Antiochian Orthodox Church im Vorort Livonia statt, die Beisetzung anschließend auf dem Glen Eden Memorial Park. Die Familie bat, statt Blumen für die Bestattungskosten zu spenden. Denn die kann sie nicht aus eigener Kraft tragen: Eine Verwandte richtete auf GoFundMe einen Spendenaufruf ein, der den Tod „plötzlich und herzzerreißend“ nennt und darauf hinweist, dass Jaghabs Eltern selbst schwer erkrankt sind, unter anderem an Krebs. Bis Montag kamen dort gut 6.500 US-Dollar zusammen.
Das Studio MenCrush, das eine Langform-Dokumentation über ihn produziert hatte, würdigte ihn als Kollegen, der dem Unternehmen seine Geschichte anvertraut habe. Perry Wayne, Gründer des Detroiter Wäschelabels Wayne Underwear, schrieb auf Instagram: „Detroit hat eine gute Seele verloren.“
„Wer in der Creator-Ökonomie ausfällt, fällt auf die Familie zurück.“
Bleibt eine Rechnung, die nicht aufgeht. Ein Darsteller mit siebenstelliger Reichweite, ausgezeichnet von seiner eigenen Branche, hinterlässt keine Mittel für die eigene Beerdigung. Die Plattformen, die an seiner Arbeit mitverdient haben, kennen weder Lebensversicherung noch Rentenkasse noch bezahlte Krankheitstage. Wer in der Creator-Ökonomie ausfällt, fällt auf die Familie zurück – und wenn die selbst nicht einspringen kann, auf ein Spendenformular. *ck