Foto: Michaela Stache | AFP
Krone, Bart, rote Lippen – und ein Schirm gegen die Sonne: Eine Dragqueen zeigt, dass Haltung auch bei Affenhitze sitzt.
Wenn die Sonne so unbarmherzig auf die Münchner Innenstadt knallt wie an diesem Wochenende, wird jeder Brunnen zum Sehnsuchtsort. Genau das zeigen die Bilder vom diesjährigen CSD: Menschen, die sich Wasser über Kopf und Schultern gießen, Füße in Springbrunnen baumeln lassen, sich gegenseitig nass spritzen – die schönsten Wasserspiele der Stadt fanden am Samstag und Sonntag rund um den Demozug statt.
Foto: Michaela Strache | AFP
Abkühlung von oben: Vom „sub“-Wagen kippen Teilnehmer*innen einen Schwung Eiswasser auf die Straße – bei über 36 Grad das gefragteste Geschenk des Tages.
Maßgeblich wegen der Hitze kamen in diesem Jahr weniger Menschen zur CSD-Demonstration. Die Veranstalter*innen zeigten sich am Sonntag dennoch hochzufrieden. Auch die Polizei meldete einen Verlauf „friedlich und ohne besondere Störungen“. Der Sanitätsdienst der Johanniter versorgte 32 Personen – „Da ging es meist um Hitzefälle“, so der CSD-Veranstalter.
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Gartenschlauch als Lebensretter: Eine Besucher*in lässt sich am Straßenrand kühles Wasser über Kopf und Nacken sprühen.
Laut Polizei zogen 30.000 Menschen aktiv durch die Innenstadt, um für die Rechte queerer Menschen zu demonstrieren. Rund 200.000 weitere verfolgten die Parade vom Straßenrand – deutlich weniger als im Vorjahr (273.000).
„Wir haben beobachtet, dass halt die Menschen nur auf einer Seite der Straße im Schatten standen“, erklärte ein CSD-Sprecher.
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Mit der Regenbogenfahne als Cape mitten in den Brunnen am Stachus: Wo sonst der Demozug vorbeizieht, wurde die Fontäne zur schönsten Erfrischung.
An der Parade selbst hätten dagegen sogar etwas mehr Menschen teilgenommen als 2025.
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Fächer, Sonnenbrille, Regenbogenherz: Beim Hitze-CSD wurde jedes Stück Schatten und jeder Luftzug zum Statement.
In der bayerischen Landeshauptstadt kletterte das Thermometer am Samstag auf über 36 Grad. Die Organisator*innen reagierten nach eigenen Angaben mit einem Hitzekonzept: mehr Schatten, ausreichend Wasser für alle Teilnehmenden. Den Rest erledigten die Münchner Brunnen.
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Unter dem Regenbogenschirm hinter dem „CSD München / Munich Pride“-Banner: Trotz Hitze ließ sich die Community den Zug nicht vermiesen.
Begleitet wurde die Demo von Partys und weiteren Veranstaltungen, die auch am Sonntag liefen – darunter ein Straßenfest, das am Samstag laut Polizei rund 20.000 Menschen besuchten.
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„Pride bedeutet Schutz nicht Abschiebung“: Zwischen Regenbogenfächern und Wasserkartons blieb die politische Botschaft des Tages glasklar.
Das Pride-Wochenende stand unter dem Motto „Unsere Vielfalt. Unsere Stärke“. Vielfalt bedeute „Respekt“ und einen „sicheren Platz in der Gesellschaft“ für alle, so die Veranstalter*innen. Stärke heiße: selbstbewusste, kämpferische Positionierung gegenüber allen, „die uns für schwach und weniger wert halten“. Dass sich die Community davon weder von Gegenwind noch von Affenhitze beeindrucken lässt, haben die Wasserspiele von München eindrucksvoll bewiesen.
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Motorräder, Fontänen, Vielfalt: Vor dem OSRAM-Haus rollte der Fahrzeugkorso unter dem Motto „Unsere Vielfalt. Unsere Stärke“ durch die Innenstadt.
*ck/Quelle: AFP