US-Präsident Obama fand die richtigen Worte, Kanadas Premierminister Justin Trudeau auch. Nur die Politik in Deutschland zeigt einmal mehr, dass LGBT*I Menschen zweiter Klasse sind. Mit wenigen Ausnahmen.
Sowohl Bundeskanzlerin Angela Merkel, als auch Bundespräsident Joachim Gauck vermieden es in ihren Kondolenznoten, auch nur ein Wort zur gruppenspezifischen Zugehörigkeit der Opfer des Attentates von Orlando auszusprechen. Außenminister Frank Walter Steinmeier schaffte es aber immerhin, sein Statement mit einer Regebogenflagge zu bebildern. Bundesjustizminister Heiko Maas blieb bisher der einzige Regierungsvertreter, der die LGBT*I-Community direkt ansprach.
Derweil werden überall auf der Welt Zeichen gesetzt. Eines der beeindruckendsten ist bisher die Spitze des ONE WORLD TRADE CENTERS in New York.
Vor dem STONEWALL INN versammelten sich tausende Menschen.
Vor dem Weißen Haus wurde getrauert.
Auch in Tel Aviv setzte man ein Zeichen aus Licht.
Floridas Gouverneur Rick Scott rief für heute 18 Uhr Ortszeit eine landesweite Schweigeminute aus. Die Fahnen an öffentlichen Gebäuden werden bis einschließlich 16. Juni auf Halbmast gehisst sein.
Heute Nacht wird außerdem unter anderem der Eiffelturm in Regenbogenfarben erstrahlen.
Auch die Hafenbrücke in Sydney wurde angestrahlt.
Toronto.
Ob das offizielle Deutschland durch Illumination von Schloss Bellevue, Kanzleramt, Brandenburger Tor, oder Reichstagsgebäude wohl ebenfalls Solidarität zeigen wird?
