Panik in den Thinktanks neurechter Netzwerke. Der schon sicher geglaubte Sieg von Marine Le Pen bei der anstehenden Präsidentschaftswahl in Frankreich wird durch den unabhängigen Kandidaten Emmanuel Macron immer unwahrscheinlicher. Helfen sollen ausgerechnet Schwulengerüchte.
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Dass es so etwas in Westeuropa im Jahr 2017 noch gibt, überrascht. Über russische Medien kündigte Wikileaks-Gründer Julian Assange „interessante Informationen“ über Macron an. Kurz nach dieser Ankündigung nutze Nicolas Dhuicq, Abgeordneter der Republikaner aus dem Umfeld François Fillons, dann die Gelegenheit, um über „Sputnik“ wissen zu lassen, dass Marcon Liebling der Medien sei, die „wie wir alle wissen, im Besitz von nur wenigen Menschen sind“. Macron hat in seiner Vergangenheit unter anderem für das Investmenthaus „Rothschild & Cie Banque“ gearbeitet. Dhuicq wurde noch genauer und berichtet von finanzieller Unterstützung Marcons durch den schwulen Geschäftsmann Pierre Bergé (Witwer des Modeschöpfers Yves Saint Laurent):
„Eine sehr wohlhabende Gay-Lobby steht hinter ihm. Das sagt alles.“
Weitere Enthüllungen über das Privateben würden noch zu Tage kommen. „Sputnik“ ergänzt ganz galant noch ein paar alte Homogerüchte und schon ist die homophobe Schmierenkampagne fertig.
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Emmanuel Macron
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Gut, dass diese am Kandidaten wohl abprallen. Er reagierte ironisch und gab bei einer Rede vor seinen Anhängern zu Protokoll: „Sollte Ihnen in gehobenen Pariser Kreisen oder in irgendwelchen Mail-Verteilern gesagt werden, ich hätte ein Doppelleben mit Mathieu Gallet oder irgendjemand anderem, dann war es mein Hologramm, das plötzlich und unerwartet ausgerissen ist. Es kann sich dabei nicht um mich handeln.“