Divine
Was die in den 1970ern u. a. durch die Avantgarde-Kunst-Trash-Filme von John Waters populär gewordene Drag ab 1982 (Erstveröffentlichung des Albums als „My First Album“) zusammen mit Robert Philip Orlando aka Bobby Orlando geschaffen hat, ist bis heute Kult: das Hi-NRG-Album „Jungle Jezebel“.
Die 1982 veröffentlichte Single „Native Love (Step by Step)“ war der erste von drei Charthits (auch wichtig: „Shoot Your Shot“), die sich stark an der Musik von Giorgio Moroder orientierten, dem Synthesizer-Disco-Klangbett aber noch einen ironischen Twist aufdrückten, was auch an dem Gesang und dem Text von Divine lag. Und ihrer Optik.
Einer der besonders in den Niederlanden und Deutschland erfolgreichen Klub- und Charthits, man glaubt es kaum, UK wurde erst später auf Divine als Sängerin aufmerksam, hätte beinahe einen Gerichtsprozess provoziert: „Love Reaction“. Das Stück war dermaßen abgekupfert von „Blue Monday“ von New Order, dass die Band sich erst wenig amüsiert zeigte. Zur Klage kam es dann aber nicht, wer verklagt schon Divine?
Cherry Red Records veröffentlicht Ende April das Album auf CD, aufwendig remastered und mit Bonustracks versehen. Sollte man haben. Ein wichtiges Werk für die kluborientierte LGBTIQ*-Szene! www.cherryred.co.uk
