Bild: © 2025 Maybe Movies, Ikki Films, 2 Minutes, France 3 Cinéma, Puffin Pictures, 22D Music
Mit „Die kleine Amélie oder der Charakter des Regens“ findet Amélie Nothombs Kultroman „Metaphysik der Röhren“ nun seinen Weg ins Kino.
Als die kleine Amélie zur Welt kommt, scheint sie mehr Beobachterin als Kind zu sein: still, regungslos, wie eingeschlossen in eine eigene Sphäre. Kein Schreien, kein Greifen nach der Welt – nur zwei wache grüne Augen, die alles in sich aufnehmen. Für ihre belgische Familie, die in Japan lebt, ist dieser rätselhafte Zustand kein Anlass zur Beunruhigung, sondern beinahe ein Wunder. Liebevoll umgeben sie ihre Tochter mit Zuneigung und geduldiger Bewunderung.
Doch an ihrem zweiten Geburtstag gerät Amélies kleine, stille Welt aus dem Takt. Ein Erdbeben erschüttert nicht nur Japan, sondern auch sie selbst – plötzlich ist da alles auf einmal: Geräusche, Gefühle, Eindrücke, viel zu viel für ein Kind, das bisher fast nur geschaut hat. Die Welt wirkt laut, wild und ganz anders, als sie es sich vorgestellt hätte. Erst ein Stück zartschmelzende belgische Schokolade bringt wieder Ruhe in das Chaos. Langsam findet Amélie zurück zu ihrer Neugier und beginnt, die Welt neu zu entdecken. Mit Nishio-san, der warmherzigen Haushälterin, an ihrer Seite, öffnet sich ihr Schritt für Schritt die Schönheit der Natur – und auch die leisen Brüche hinter der scheinbar perfekten Familienidylle.
Entstanden ist ein berauschend schöner Film, der sich der Welt mit staunenden Kinderaugen nähert, poetisch, eigensinnig und von feiner Weißheit durchzogen. Ein Kinoerlebnis für die ganze Familie, für Kinder ebenso wie für Freund*innen des anspruchsvollen Autorenfilms. Kinostart ist am 11. Juni.
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