Bild: Marcus Günther – „Aktivierung“, 2025
In der am 19. März eröffnenden Ausstellung „Intim“ zeigt Marcus Günther neue Arbeiten, die sich damit beschäftigen, wie die innere und die äußere Welt miteinander verschmelzen. „Intimität heißt hier nicht Schutz, sondern Risiko“, so der Künstler dazu.
Seine detailreichen, vielschichtigen Bilder bewegen sich irgendwo zwischen Traum und Realität und öffnen Räume, die gleichzeitig vertraut und ein bisschen seltsam wirken. Günthers Malerei entsteht in einem Prozess, in dem Wahrnehmung, Erinnerungen und Fantasie ineinander übergehen. Fotos, Alltagssituationen oder Traumfetzen dienen ihm als Startpunkt, aus denen er neue visuelle und emotionale Verbindungen baut. Viele seiner Werke wirken fast wie Collagen, in denen verschiedene Ebenen von Wirklichkeit übereinanderliegen. Der Titel „Intim“ spielt darauf an, wie nah persönliches Erleben und künstlerischer Ausdruck beieinanderliegen. Für Günther bedeutet Intimität nicht Rückzug, sondern Offenheit – eine Einladung, das eigene Sehen und Fühlen zu hinterfragen.
Oft schwingt auch ein feiner Humor in seinen Arbeiten mit. Nicht als bloßer Witz, sondern als Möglichkeit, menschliche Besonderheiten, gesellschaftliche Strukturen und unsere Wahrnehmungsgewohnheiten leichtfüßig, aber kritisch sichtbar zu machen. Mit „Intim“ öffnet Marcus Günther einen Raum, in dem Kunst zum Spiegel innerer Prozesse wird – sensibel, klar und von leiser, aber starker Intensität. Die Ausstellung ist bis zum 29. April im Atelier MG (Prinz-Georg-Straße 40, 40477 Düsseldorf) zu erleben. www.marcusguenther-art.com

