Johnny Depp
In den Räumen der QUEENS Kunstgalerien, unweit von Freiburg im Breisgau, öffnet sich im März ein ungewöhnliches Kapitel zeitgenössischer Prominenz: Erstmals werden in Deutschland originale Arbeiten von Johnny Depp gezeigt – jenem Weltstar, dessen öffentliche Wahrnehmung bislang stärker von Leinwandrollen als von Leinwänden geprägt war.
Dass Depp malt, zeichnete sich im Verborgenen ab. Über Jahre hinweg kursierten seine Porträts nur im intimen Radius von Freund*innen, Weggefährt*innen, Atelierbesucher*innen. Die Geste des Zeigens blieb privat, beinahe scheu. Erst 2022 trat er mit der Debütserie „Friends & Heroes“ vor ein größeres Publikum – einer Folge von Porträts, die weniger als Huldigung denn als dialogische Annäherung zu verstehen sind. In ihnen verdichten sich Biografien, Bewunderungen, Reibungen; Gesichter werden zu Projektionsflächen persönlicher Erinnerung.
Der Markt reagierte mit jener Mischung aus Neugier und Euphorie, die entsteht, wenn Populärkultur und Kunstbetrieb einander berühren: Binnen Stunden war die Edition vergriffen. Was als künstlerisches Bekenntnis begann, wurde zum globalen Ereignis. Auf die Premiere in New York folgten weitere Stationen, zuletzt im November 2025 in Tokio – jedes Mal begleitet von der Frage, wie ernst man den Schauspieler als bildenden Künstler nehmen müsse. Jetzt können wir seine Kunst in Baden-Württemberg erleben! „Nach 15 Jahren in der Kunstbranche, ist es uns eine Ehre, Ihnen Werke dieses unglaublichen Künstlers als erste Galerie im deutschsprachigen Raum exklusiv anbieten zu dürfen“, so der Gründer und Geschäftsführer der QUEENS Kunstgalerien Ted Bauer dazu vorab via E-Mail.
Bei der Ausstellungseröffnung am 21. März in Emmendingen (ab 15 Uhr, Am Elzdamm 63) werden signierte Editionen und ausgewählte Unikate gezeigt. Arbeiten, die den Gestus des Stars hinter sich lassen und stattdessen den Blick auf Linie, Farbauftrag und Ausdruck lenken. Es ist ein leiser Perspektivwechsel: weg vom Mythos der Figur, hin zur Materialität des Bildes.
So wird Emmendingen für einen Moment zum Schnittpunkt zweier Öffentlichkeiten – der cineastischen und der bildnerischen. Und vielleicht liegt gerade darin der eigentliche Reiz dieser Präsentation: in der Einladung, einen prominenten Namen nicht nur wiederzuerkennen, sondern neu zu sehen. The Länd kann Kunscht!
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