Foto: Sony Music
Céline Dion
Schulterpolster wie einst Milli Vanilli. Musikalisch aber deutlich dezenter.
Mit „Dansons“ meldet sich die kanadische Musikerin nach sorgenvollen Jahren der Stille eindrucksvoll zurück, in jener Sprache, die einst den Grundstein ihrer Weltkarriere legte. Ein künstlerisches Signal, getragen von der erneuten Zusammenarbeit mit Jean-Jacques Goldman, jenem Songwriter, der bereits in der Vergangenheit entscheidend zu Céline Dions größten Erfolgen beigetragen hat.
Die Verbindung der beiden wirkt dabei fast wie eine Rückkehr zu einem vertrauten musikalischen Zuhause. Schon das Album „D’eux“ (1995), bis heute das meistverkaufte französischsprachige Werk der Popgeschichte, trug unverkennbar Goldmans Handschrift. Auch „Encore un soir“ (2016) zeugte von dieser besonderen kreativen Symbiose, die nun in „Dansons“ eine neue, sehr ruhige Fortsetzung findet.
Das (verträumte) Lied selbst entfaltet eine feine Balance aus Anmut und Widerstandskraft. In ihm schwingt eine leise Entschlossenheit mit, ein Beharren auf Lebensfreude und Gemeinschaft, selbst im Angesicht von Unsicherheit. „Dansons“ ist damit nicht nur ein musikalisches Comeback, sondern auch eine poetische Geste: ein Aufruf zum Tanz als Akt der Zuversicht. Bienvenue à nouveau, Céline!
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