Foto: Warner Music
„Der Dancefloor ist ein ritueller Raum: ein Ort der Verbindung“, so Madonna.
Mit „Confessions II“ zementiert Madonna ihren Status als unangefochtene „Queen of Pop“ auf beeindruckende Weise. Es ist ein Album, das sich nicht mit Nostalgie zufriedengibt, sondern die eigene Vergangenheit selbstbewusst umarmt, neu deutet und in die Gegenwart überführt. Statt bloßer Rückschau entsteht ein Werk, das gleichermaßen Hommage und Zukunftsversprechen ist
„Wir müssen tanzen, feiern und mit unseren Körpern beten. Das sind Praktiken, die uns seit Jahrtausenden begleiten – zutiefst spirituelle Handlungen. Der Dancefloor ist ein ritueller Raum: ein Ort der Verbindung, auch mit den eigenen Wunden und der eigenen Zerbrechlichkeit. Raven ist eine Kunstform – es geht darum, Grenzen zu verschieben und sich mit Gleichgesinnten zu verbinden. Klang, Licht und Vibration formen unsere Wahrnehmung neu, ziehen uns in einen tranceartigen Zustand. Die Wiederholung des Basses hören wir nicht nur – wir spüren sie. Sie verändert unser Bewusstsein und löst Ego und Zeit auf.“ – Madonna in einem Statement an die Presse und ihre Fans.
Vor allem aber ist „Confessions II“ eine schier unerschöpfliche Hitmaschine. Kaum ein Lied, das nicht sofort ins Ohr geht oder sich mit jedem weiteren Durchlauf tiefer festsetzt. Madonna bewegt sich mühelos zwischen Breakbeat, House, Rave und Dance-Pop, streift Disco und elektronische Klubmusik und verbindet all diese Einflüsse zu einem Klangbild, das wie aus einem Guss wirkt. Nichts erscheint beliebig, jede Referenz sitzt, jeder Beat dient dem großen Ganzen. Das Album feiert die Tanzfläche als Ort der Befreiung – und erinnert zugleich daran, wie sehr Madonna die Sprache des Pop über Jahrzehnte geprägt hat.
Besonderen Reiz entfalten die zahlreichen musikalischen Verweise, die nie als bloße Samples erscheinen, sondern liebevoll in die neuen Madonna-Lieder eingewoben sind. „My Sins Are My Savior“ (feat. Stromae) greift zum Beispiel den ikonischen 1990er-Hit „My Army of Lovers“ von Army of Lovers (kleines Bild rechts) auf und verwandelt dessen queeren Lounge-Sound in einen modernen Pop-Track. Ebenso elegant zitiert „Bring Your Love“ (mit Sabrina Carpenter) den warmen, euphorischen Klang des legendären House-Projekts Inner City – eine subtile Verbeugung vor den Wurzeln der Klubkultur, die das Stück mit zeitloser Leichtigkeit durchzieht. Und diese Leichtigkeit ist auch beim wunderbare, an AIR erinnernde letzten Lied des Albums zu hören, „L.E.S. Girl“. www.madonna.com
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