Bild: TV Friends Forever / Indigo
In wenigen Tagen erscheint „Captain Future – Die fantastische Musik zur Fernsehserie“ auf Vinyl – ein Fest für alle, die auf Klub- und Popmusik der frühen 1980er-Jahre stehen.
Als „Captain Future“ im September 1980 seine deutsche Fernsehpremiere im ZDF feierte, begann weit mehr als nur ein neues Kapitel der Science-Fiction-Unterhaltung. Die Serie wurde zum popkulturellen Ereignis – nicht zuletzt dank Christian Bruhns visionärem Soundtrack, der mit seinem unverwechselbaren Disco-Sound das Lebensgefühl einer ganzen Generation einfing.
Schwebende Synthesizerklänge, die die Weite des Kosmos heraufbeschwören, treffen auf eingängige Harmonien zwischen Abenteuerlust, Melancholie und unerschütterlichem Zukunftsoptimismus. Bruhns Musik verlieh der Serie eine unverwechselbare klangliche Identität und entfaltete eine emotionale Wirkung, die bis heute anhält. Vor allem sein Soundtrack hat längst weltweit Kultstatus erreicht. In anderen Ländern kamen teilweise alternative musikalische Fassungen zum Einsatz, die inzwischen weitgehend in Vergessenheit geraten sind. Bruhns Kompositionen hingegen, geprägt vom Sound der Munich Machine, begeistern bis heute. Mit Mats Björklund ** war zudem ein Musiker an den Aufnahmen beteiligt, der selbst Teil dieses legendären Disco-Projekts war.
Space Disco ist ein atmosphärisch geprägtes Subgenre der elektronischen Disco-Musik, das sich in der zweiten Hälfte der 1970er-Jahre vor allem in Europa entwickelte und um 1977 seinen ersten Höhepunkt erlebte. Inspiriert vom aufkommenden Science-Fiction-Boom und befeuert durch den weltweiten Erfolg von Filmen wie „Star Wars“, verband das Genre treibende Disco-Rhythmen mit futuristischen Synthesizerklängen, orchestralen Arrangements und kosmischen Klanglandschaften. Der Einfluss dieses Sounds reicht weit über seine Entstehungszeit hinaus: Auch spätere elektronische Musikprojekte wie Daft Punk griffen seine Ästhetik auf und führten sie in die Gegenwart. Diese am 13. November erscheinende limitierte Vinyl-Edition lässt den legendären Soundtrack nun neu aufleben. Sie holt seine einzigartige Klangästhetik zurück auf das Medium, für das sie wie geschaffen scheint, und eröffnet zugleich die Gelegenheit, Christian Bruhns außergewöhnliche Kompositionen in ihrer ganzen musikalischen Strahlkraft wiederzuentdecken. Unsere Anspieltipps sind „Hurra, wir fliegen“, „Space-Wind“ sowie das oft gesampelte „Feinde greifen an“.
** Der schwedische Musiker Mats Björklund (1949 – 2022) war sowohl an Produktionen von Amanda Lear als auch von Boney M. beteiligt, etwa bei deren LP „Oceans of Fantasy“ und Amanda Lears LP „I Am a Photograph“. Und auch bei Donna Summers Hit-Alben wie „Once Upon a Time“ machte er mit!
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