Fotos: M. Rädel
Berlin, KINDL
Der historische Brauerei-Gebäudekomplex ist ein Hingucker und Ort der Kultur.
Mitte Juli wird gefeiert! Das KINDL – Zentrum für zeitgenössische Kunst feiert sein zehnjähriges Bestehen und öffnet dafür nicht nur alle Räume, sondern auch seine Geschichte.
Mit einem vielfältigen Programm im Innen- und Außenraum verwandelt sich der monumentale Gebäudekomplex in Berlin-Neukölln am 18. Juli in einen lebendigen Ort der Begegnung: Alle Ausstellungen sind kostenfrei zugänglich, ergänzt durch Film-Screenings, Performances, Führungen, ein DJ-Event sowie ein umfangreiches Kinder- und Vermittlungsprogramm. Kunst wird hier nicht nur gezeigt, sondern geteilt.
Der historische Brauerei-Komplex, der zwischen 1916 und 1930 errichtet wurde, erzählt von industrieller Vergangenheit und kultureller Transformation. 2011 erwarben Burkhard Varnholt und Salome Grisard den denkmalgeschützten Klinkerbau und ließen ihn behutsam zu einem Zentrum für zeitgenössische Kunst umbauen. Zwei Jahre später öffnete das KINDL erstmals seine Tore – und ist seither ein Fixpunkt der Berliner Kunstlandschaft, jenseits des White Cube, mit Café, Turm und viel Raum für Experimente.
Der imposante Bau am Sudhaus 3 beeindruckt bis heute: Ein siebengeschossiger Turm, ein zwanzig Meter hohes Kesselhaus, ein dreigeschossiges Maschinenhaus und das ehemalige Sudhaus mit seinen sechs kupfernen Pfannen bilden eine Architektur, die Vergangenheit und Gegenwart ineinander verschränkt. Zum Jubiläum wird dieser Raum erneut neu gelesen – nicht zuletzt durch ein Programm, das queere Perspektiven sichtbar macht und Fragen von Identität, Körper und Gemeinschaft in den Mittelpunkt rückt. Das KINDL feiert sich selbst, ja, aber vor allem feiert es die Offenheit der Kunst. Wir gratulieren!
18.7., „10 Jahre KINDL“, KINDL Brauerei, U Boddinstraße, 16 – 21 Uhr, www.kindl-berlin.de
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