Foto: Boys* In Sync
Die neueste Aktion des queeren Performance-Kollektivs Boys* in Sync ist ein „Performance-Art-Walk“ durch die Ernst-May-Siedlung am Bornheimer Hang.
Der Frankfurter Stadtbaurat Ernst May ließ zwischen 1925 und 1930 verschiedene Wohnprojekte errichten, die als wegweisend für den sozialen Wohnungsbau der Moderne und des „Neuen Frankfurt“ gelten; das bekannteste ist die Römerstadt im Norden Frankfurts, weitere entstanden zum Beispiel im Riederwald oder in Praunheim.
Die Siedlung am Bornheimer Hang mit der markanten Heilig-Kreuz-Kirche gilt als Schlüsselprojekt, weil sie sich in bereits bestehende Architektur einfügte. Bei der Gestaltung wurden gesundheitliche Aspekte berücksichtigt, Freiflächen miteingeplant waren und die durch die Hanglange beeindruckenden Ausblicke bedacht.
Foto: Max Morris
Szene eines Stadtspaziergangs mit Boys* In Sync
Die einstündige Führung durchs Viertel vermittelt Details über die Entstehungsgeschichte der Siedlung und über die Ideen Ernst Mays, kombiniert mit einer queeren Liebesgeschichte von Heinrich von Kleist und einer musikalischen Überraschung des Frankfurter Vocalensembles Vox Aevi in der Heilig-Kreuz-Kirche.
Das Perfomance-Kollektiv Boys* in Sync versteht sich als interdisziplinäre, transnationale Performancegruppe. Die Mitglieder stammen aus Norwegen, Schweden, Dänemark und Deutschland. In ihren Arbeiten verbinden sie Tanz, Theater, Geschichtenerzählen, Improvisation und die Erforschung nicht-heteronormativer Lebensentwürfe. Ihr Projekt „Built to Break – Architektur für alle“ ist Teil der „World Design Capital Frankfurt RheinMain“.
17.5., 31.5. und 21.6., 15 und 17 Uhr, am 31.5. und 21.6. zusätzlich um 19 Uhr, wdc2026.org/en/frames/built-to-break-architektur-fuer-alle, boysinsync.com