Foto: Tony Rizzi
Am 19. September eröffnete im Fotografie Forum Frankfurt Tony Rizzis große Retrospektive mit Foto- und Videoarbeiten aus 40 Jahren künstlerischer Tätigkeit, die gleichzeitig eine Hymne an die queere Subkultur und ein Frankfurt jenseits des Mainstreams ist.
„Work hard, don’t lie, and try not to hurt anybody“ – der Titel der Ausstellung stammt aus Tony Rizzis Tagebuch: Den Eintrag hat der Tänzer, Choreograf, Performer und Fotograf am 7. September 1985 verfasst – an seinem ersten Tag in Frankfurt und dem Beginn seiner Arbeit für William Forsyths „Ballett Frankfurt“.
Parallel zu seiner tänzerischen Arbeit hat Tony Rizzi seit Mitte der 1980er sein Leben, seine Arbeit, Kolleg:innen, seine Künstler:innen-WG und seinen Freund:innenkreis fotografisch dokumentiert – neben schwarz-weiß-Fotografien und Videos der tänzerischen Arbeit entstanden vor allem auch zum Teil überdimensionale Polaroid-Collagen, für die Rizzi berühmt ist.
Insbesondere sein Polaroid-Archiv muss inzwischen Kisten füllen – und dokumentiert in dieser Fülle nicht nur einen künstlerischen Werdegang, sondern ist vor allem eine Hymne auf ein Vierteljahrhundert queerer Subkultur, auf ein Frankfurt jenseits des Mainstreams, Schönheit, Begehren, Zugehörigkeit und Identität. Eine Feier des Lebens.
Die Schau ist die bislang größte Fotoausstellung Tony Rizzis – und zur Eröffnung am 18. September haben sich bereits jetzt viele Gäste und Freund:innen aus dem Ausland angekündigt. Wir sagen: Let’s have a Kiki!
18.9. Fotografie Forum, Braubachstr. 30 – 32, Frankfurt, 19 Uhr, die Ausstellung ist bis zum 17.1.2027 zu sehen, fffrankfurt.org