Foto: Eugen Sommer / Burgfestspiele Bad Vilbel
Die Burgfestspiele Bad Vilbel in der historischen Wasserburgruine zeigen aktuell den Shakespeare-Klassiker „Ein Sommernachtstraum“, die turbulente Geschichte um Liebende, die zumindest zeitweise ihre Herzen verwechseln, eine Gruppe Handwerker, die im Wald ein Theaterstück probt, um es bei der bevorstehenden Hochzeit der Herrschaft aufzuführen, und vor allem Elfen und Kobolde, die dauernd Schabernack treiben. Insbesondere die sorgen dafür, dass sich alle Protagonisten, inklusive der Elfen-Community selbst, für eine Nacht im Zauberwald verlieren.
Schuld – falls es sowas gibt – ist der schusselige wie freche Kobold Puck, der auf Anweisung des Elfenkönigs Oberon mittels eines Zaubermittels eigentlich für Ordnung im Liebeswirrwarr sorgen soll, dabei aber die Personen verwechselt und alles noch mehr durcheinandergerät.
Foto: Eugen Sommer / Burgfestspiele Bad Vilbel
Die Theaterregisseurin Milena Paulovics hat für die Burgfestspiele neben Stücken wie „Shakespeare in Love“, „Der Club der toten Dichter“ oder „Tootsie“ und mit „Was ihr wollt“ und „Viel Lärm um nichts“ bereits andere Shakespeare-Komödien in Bad Vilbel in Szene gesetzt – nun nimmt sie sich den Sommernachtstraum vor.
In ihrer raffinierten Bühnenkonstruktion wird der verzauberte Wald zum Abenteuerspielplatz, besonders wenn die Elfenschar darin herumtollt. Der hat Milena Paulovics mitunter diabolische Züge verpasst und lässt sie bekannte Popsongs singen, was das Spiel kontrastreich macht. Aber spätestens, wenn die rührend-tollpatschige Handwerker-Theatertruppe ihr drolliges Spiel aufführt, gerät das Publikum außer Rand und Band.
Noch bis 29.8, „Ein Sommernachtstraum“, Burgfestspiele in der Wasserburg, Klaus-Havenstein-Weg 1, Bad Vilbel, Termine und Tickets über kultur-bad-vilbel.de/burgfestspiele/