Foto: Dorothea Tuch
Christian Rösinger singt über „the Joy of Aging“
Der Mousonturm lädt vom 17. September bis 4. Oktober zu einem Theaterfestival, dessen Stücke, Aktionen und Performances sich in diversen Perspektiven aus verschiedenen Kulturen zum Thema „Altern“ auseinandersetzt. Unweigerlich damit verbunden ist natürlich die Generationenfrage, das Miteinander von jungen und alten Menschen.
Das Kurator*innenteam hat Künstler*innen aus der ganzen Welt eingeladen – spannend, da zum Beispiel in Europa im Durchschnitt sehr viel mehr ältere Personen leben als auf dem afrikanischen Kontinent.
Foto: Jörg Baumann
Proben zur Performance „wir / us“ von Wen Hui.
Die chinesische Tänzerin und Choreografin Wen Hui erzählt, dass in der chinesischen Tradition mit dem Erreichen des 60. Lebensjahres der erste, große Lebenszyklus durchlaufen ist; energetisch befindet man sich dann wieder am gleichen Punkt wie bei der Geburt und ein neuer Zyklus beginnt. Wen Hui selbst zog mit 62 nach Frankfurt; für einen radikalen Neuanfang. Für das Festival hat sie gemeinsam mit sieben Frankfurter Frauen das Tanzstück „wir/us“ entwickelt; alle Darstellerinnen sind über 60 und sind zum Teil keine ausgebildeten Tänzerinnen (17., 18. und 19.9.).
Weitere Tipps:
Die Hamburger Musikerin Christiane Rösinger (ex-„Lassie Singers“) ist mit ihrer gemütlichen Art, aber immer mit Humor und Scharfsinn und ihrem Konzert „The Joy of Aging“ dabei (22.9.).
Bei der Performance „Sex_Death_and_the_Internet“ von Samara Hersch and Company treffen Besucher:innen über einen Bildschirm auf Menschen über 70 zu einem persönlichen Austausch zu den Themen Sex und Tod (19. und 20.9., 25 – 27.9.).
Die Generationenfrage behandelt Peter Liechtis Film „Vaters Grün – Die Liebe meiner Eltern“; das Gespräch zwischen dem Regisseur und seinen Eltern wird zu einer persönlichen Revision ihrer Beziehung (29.9. im Harmonie Kino).
Jetse Batelaan bringt mit dem Theater Artemis, hetpaleis & BOG schließlich den echten Gender-Gap auf die Bühne: Kinder und Erwachsene sind hier zusammen on Stage, aber getrennt durch eine meterhohe Wand. Auf beiden Seiten wird erkundet, was Erwachsensein ausmacht (3. und 4.10.).
Foto: an-sofie kesteleyn
Jetse Batelaan / Theater Artemis, hetpaleis & BOG: „8+ / 18+“
Allesamt spannende Aufführungen, die neue Perspektiven aufzeigen.
Über den kompletten Festivalzeitraum ist außerdem die „Neue Frankfurter Stadtteilküche“ vor Ort und bereitet jeden Tag einen Mittagstisch zu; man kann mitkochen und mitessen und dabei mit Vielen ins Gespräch kommen.
17.9. – 4.10., „How to make a Life“, Festival-Zentrum im Mousonturm, Waldschmidtstr. 4, Frankfurt, mousonturm.de