Foto: Kito Muñoz
Der Ballettabend „Igra“ der spanischen Kompanie Kor’sia stellt den polnischstämmigen russischen Balletttänzer und Choreografen Vaslav Nijinsky in den Fokus.
Bereits in ihrem Stück „Jeux / Nijinsky“ haben die beiden Leiter der Truppe Antonio de Rosa und Mattia Russo den kreativen Prozess Nijinskys in der Arbeit für dessen Ballett „Jeux“ thematisiert. „Igra“ ist eine Weiterführung dieser Idee: Wie in „Jeux“, in dem das Tennisspielen eine entscheidende Rolle spielt, wird auch in „Igra“ schnell klar, dass es Nijinsky um ein ganz anderes Spiel ging – nämlich um die Verführung.
Foto: Kito Muñoz
Bereits zu seinen Lebzeiten war Vaslav Nijinsky ein Ausnahmetalent und wurde für seine Virtuosität, seinen Ausdruck, seine Wandlungsfähigkeit und vor allem für seine atemberaubende Sprungtechnik bewundert. Bis heute ist der Tanz Nijinskys Inbegriff des perfekten Balletts. Als Choreograf zeichnete er sich ebenfalls als Ausnahmeerscheinung aus – seine Vorstellungen von Tanz waren damals schlicht revolutionär, sorgten seinerzeit aber auch für harsche Kritik: Zu vulgär und erotisch wurde zum Beispiel seine Arbeit „L’Après-midi d‘un faune“ beschimpft. Alles Kalkül?
Auch Kor’sia möchte Grenzen sprengen: „Igra“ kombiniert zum Beispiel elektronische Beats mit den Rhythmen russischer Tänze und Musik von Chopin. Am 25. und 26. Januar ist die Kompagnie mit ihrem Stück zu Gast im Hessischen Staatstheater Wiesbaden.
Wer mehr dazu erfahren möchte: Bereits am Sonntag, dem 23. Januar, gibt es um 11 Uhr einen T-Talk mit den Kor’sia-Choreografen Antonio de Rosa und Mattia Russo im Ballettsaal des Staatstheaters; der T-Talk wird live über den Facebook-Kanal des Theaters gestreamt.
25. und 26.1., Hessisches Staatstheater, Christian-Zais-Str. 3, Wiesbaden, 19:30 Uhr, www.staatstheater-wiesbaden.de
T-Talk am 23.1.,11 Uhr, im Ballettsaal des Hessischen Staatstheaters und im Stream auf Facebook; Infos über www.staatstheater-wiesbaden.de