Foto: Robert Schittko / Studio Michael Müller
Michael Anthony Mueller
Der Berliner Künstler Michael Anthony Müller stellt im Wiesbadener Museum Reinhard Ernst eine neue, monumentale Arbeit vor: Das wandfüllende, fünfteilige Gemälde „Titanomachie“ ist, wie viele Werke Müllers, durch das traditionelle Gerne der Schlachtengemälde beeinflusst.
Im Gegensatz zu den klassischen Kriegsgemälden experimentiert Müller aber mit der Abstraktion: „Ich abstrahiere nicht, um zu entfernen, sondern um freizulegen, was im Sichtbaren bereits arbeitet, ohne sich zu zeigen,“ sagt der Künstler über seine Arbeiten. „Jene unruhige Struktur, die unter der Haut liegt, nicht verborgen, sondern unlesbar, weil wir zu sehr an das glauben, was sich abbilden lässt“. Als Motiv bedient sich Müller gerne in der griechischen Mythologie – in „Titanomachie“ ist es die Geschichte des überlieferten Götterkampfes, der vor der Schaffung der Menschheit spielt. Eine Zeit vor der Ordnung der Welt in menschlichen Dimensionen und Wahrnehmungen.
Foto: Studio Michael Müller
Michael Anthony Müller bei der Arbeit an Titanomachie
Am Internationalen Museumstag lädt das Museum Reinhard zu einem Künstler-Talk mit Michael Anthony Müller und Kuratorin Lea Schäfer. Im Anschluss kann das Werk gemeinsam betrachtet werden; der Künstler steht für Fragen zur Verfügung.
17.5., Museum Reinhard Ernst, Wilhelmstr. 1, Wiesbaden, 15 Uhr, museum-re.de