Foto: Desiree Adams
Douglas Stuart
Der in Glasgow geborene und heute in New York lebende schwule Autor Douglas Stuart hat eigentlich Modedesign studiert und für eine Reihe bekannter Labels gearbeitet.
Nebenher begann er zu schreiben – und das mit Erfolg: Sein 2020 veröffentlichter halb-autobiografischer Debüt-Roman „Shuggie Bain“ wurde mit dem Booker Preis ausgezeichnet. Genau wie in seinem zweiten Buch „Young Mungo“ thematisiert Stuart in seinen Erzählungen das Leben schwuler junger Männer in seiner schottischen Heimat in prekären wirtschaftlichen Verhältnissen und homophoben Umfeldern.
Sein neuer Roman heißt „John of John“: Der schwule Cal stammt von einer abgelegenen Insel vor der Nordwestküste Schottlands. Für ein paar Jahre konnte er in Edinburgh der Enge seiner Heimat entfliehen, auch wenn der Preis für seine Freiheit bedeutete, dass er oft nicht einmal genug Geld zum Essen hatte. Irgendwann musste er auf die Insel zurückkehren und lebt seitdem wieder bei seinem streng religiösen Vater John, zusammen verdienen sie mehr schlecht als Recht ihren Unterhalt mit dem Weben von Tweet-Stoffen. Für John sind Cals lange Haare schon eine Sünde – da wagt Cal es erst gar nicht, über seine Homosexualität zu sprechen. Doch offenbar hat sein Vater ein Geheimnis, das er nur mit seinem besten Freund Innes teilt.
Douglas Stuart stellt seinen neuen Roman „John of John“ im Rahmen des Hessischen Literaturforums vor. Die deutsche Übersetzung von „John of John“ wird vom Schauspieler Helgi Schmid gelesen, es moderiert der Frankfurter Schriftsteller und Übersetzer Jan Witte.
7.9., Hessisches Literaturforum im Mousonturm, Waldschmidtstr. 4, Frankfurt, 19:30 Uhr, hlfm.de, hansa-literaturverlage.de