Foto: Allan Grant
Wie kaum eine andere wurde die amerikanische Schauspielerin Marilyn Monroe zum Sexsymbol stilisiert: wasserstoffblond, Schmollmund und üppige Kurven – als Ikone hat sie damit bis heute überlebt. Abseits des Blitzlichtgewitters war Marilyn Monroe aber eine zutiefst sensible Person, die jahrelang unter Ängsten, Depressionen und psychischen Problemen litt. Zu ihren Lebzeiten wurde die dunkle Seite Marilyns oft als launische Verstimmung oder Allüre abgetan.
Marilyn Monroe wäre am 1. Juni dieses Jahres 100 Jahre geworden. Die Aschaffenburger Galerie Boll & Steiniger lädt aus diesem Anlass zur Ausstellung „Marilyn 100“. Gezeigt werden zum einen bisher unveröffentlichte, intime Fotografien und Audioaufnahmen der Schauspielerin, die der renommierte LIFE-Magazin-Fotograf Allan Grant im Juli 1962 in Monroes Privathaus schuf, nur wenige Woche vor dem Tod des Filmstars. Die Aufnahmen kommen nun nach 60 Jahren erstmals an die Öffentlichkeit.
Foto: Allan Grant
Weiteres Highlight der Ausstellung sind die Arbeiten des amerikanischen Pop-Art-Künstlers James Francis Gill, der bereits im Jahr 1962 Monroe-Fotografien von Allan Grant verwendetet hatte, um damit sein ikonisches Marilyn Triptychon zu schaffen. Über sechzig Jahre später wurde er gebeten, mit Bildern aus dem bis dato unveröffentlichten Fotomaterial, ein neues Marilyn Triptychon zu schaffen. Neben einer streng limitierten Edition des Kunstwerks werden weitere Unikate von James Francis Gill zu sehen sein. Komplettiert wird die Schau mit weiteren Marilyn-Werken verschiedener internationaler Kunstschaffender, unter anderem auch von Dan Pyle und Saxa.
1.7. – 1.8., Ausstellung „Marilyn 100“, Galerie Boll & Steiniger, Roßmarkt 37, Aschaffenburg, galerie-bollundsteiniger.de
Tipp: Highlight ist die Aschaffenburger Museumsnacht am Samstag, den 11.7., die Galerie ist dann von 10 bis 23 Uhr geöffnet.