Foto: Gabriele Münter- und Johannes Eichner-Stiftung, München
Erma Bossi „Selbstbildnis (als Bildnis von Marianne von Werefkin 1970 erworben)“ – Ausschnitt. Um 1910, Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München, Dauerleihgabe der Gabriele Münter- und Johannes Eichner-Stiftung, München
„Der Blaue Reiter“ nannte sich eine von Wassily Kandinski und Franz Marc initiierte Ausstellungs- und Publikationsreihe, die zwar nur zwischen 1911 und 1914 aktiv war, deren Strahlwirkung auf die Entwicklung der modernen Kunst und der internationalen Avantgardebewegung aber umso größer war. Heute zählt man unterschiedlichste Persönlichkeiten aus dem Bereich der ästhetischen Theorie, Malerei, Grafik, Literatur und Musik dazu.
Nahezu völlig unerforscht blieb bis heute, welchen Einfluss Künstlerinnen im Umfeld des „Blauen Reiters“ an der Entwicklung der Moderne hatten. Die Ausstellung „Die blauen Reiterinnen“ bringt Licht ins Dunkel und widmet sich 12 Künstlerinnen dieser Epoche, soweit man ihre sowohl kaum dokumentierten Arbeiten als auch ihr Leben heute rekonstruieren kann. Die Ausstellung thematisiert auch, wie weibliche Kunstschaffende unter den mitunter widrigen gesellschaftlichen Regeln überhaupt ein Leben als selbstständige Künstlerinnen führen konnten.
Noch bis 21.2.2027, Museum Wiesbaden, Friedrich-Ebert-Allee 2, Wiesbaden, museum-wiesbaden.de