Foto: Chris Gonz
Die Sopranistin Elza van den Heever spielt die Titelpartie
Puccinis letzte, unvollendete Oper „Turandot“ kommt als Neuinszenierung an die Oper Frankfurt – mit der renommierten Regisseurin Andrea Breth und der musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor Thomas Guggeis. Die Inszenierung möchte den Fragment-Charakter der Oper betonen und verzichtet daher auf nachträgliche Vervollständigungen. Lediglich ein neu komponierter Prolog von Lucia Ronchetti wird dem Spiel vorangestellt, ein Chor und Kinderchor, der atmosphärisch auf das unheilvolle Libretto einstimmt und nahtlos in Puccinis erste Takte übergeht.
Inhaltlich geht es um Prinzessin Turandot, die nicht heiraten möchte; als Bedingung stellt sie daher das Lösen von drei Rätseln; scheitert der Freier, wird er hingerichtet. Als Prinz Calaf gelingt, die Aufgabe zu meistern, stürzt Turandot in tiefe Erschütterung. Es folgt ein Machtkampf zwischen Turandot und Calaf, der Opfer fordert, auch unschuldige. Musikalisch besticht die Oper durch die Gegensätze von lyrischem Belcanto, buffoneskem Witz und beißenden Dissonanzen. In der Rolle der Turandot ist die südafrikanische Sopranistin Elza van den Heever zu sehen, Alfred Kim gibt den Calaf.
12.4., Premiere Oper Frankfurt, Willy-Brandt-Platz 1, Frankfurt, 18 Uhr, weitere Vorstelllungen bis Juni, oper-frankfurt.de