Foto: Michael Reh
Lilo Wanders
Vom 8. bis 30. Mai steigt das 17. Queer Festival Heidelberg – schon jetzt werden die ersten Programm-Highlights bekannt gegeben. Zum Beispiel Lilo Wanders, die das Festival am 8. Mai im Rahmen eines großen Gala-Empfangs eröffnet.
Seit seiner Gründung 2009 hat sich das Festival von einem lokalen Kulturprojekt zu einer bundesweit und international wahrgenommenen Plattform für queere Kunst entwickelt. Das liegt hauptsächlich am außergewöhnlichen Programm, das jedes Jahr das Beste aus zeitgenössischer queerer Kunst der Sparten Musik, Film, Literatur, Performance und bildende Kunst präsentiert.
Schon jetzt werden erste Highlights für 2026 bekannt gegeben: Die Eröffnungszeremonie gemeinsam mit der Stadt Heidelberg begrüßt unter anderem Lilo Wanders als Host des Abends. Die in den 1990ern mit ihrer TV-Show „W(a)hre Liebe“ als „Sexpertin“ bekannt gewordene Hamburgerin ist eine wahre Ikone sowohl der queeren Theaterkultur als auch für Aufklärung und sexuelle Offenheit: „Öffnet die Herzen – herzt die Öffnungen“ lautet ihr Lebensmotto.
Weitere Highlights: Literatur-Newcomer Ozan Zakariya Keskinkılıç liest aus seinem Roman „Hundesohn“, der poetisch wie radikal Fragen nach Männlichkeit, Herkunft und queerer Selbstverortung verhandelt. Musikalisch kann man sich auf Hyperpop-Queen Mariybu freuen und mit Baran Kok kommt einer der bekanntesten schwulen Rapper der neuen Generation – politisch bewusste queere Popkultur. Auch die Festival-Foto-Ausstellung ist in diesem Jahr wieder dabei. Internationale Künstler*innen sind aufgerufen, Arbeiten zum Thema „Holding Each Other – Community Care in Times of Crisis“ einzureichen.
Foto: Peter Rigaud
Leonie Schöler stellt am 13. März „Beklaute Frauen“ vor.
Tipp: Unter dem Titel „Queer Festival“ finden übers ganze Jahr verteilt queere Kulturveranstaltungen im Heidelberger Karlstorbahnhof statt; am 13. März zum Beispiel mit der Historikerin, Autorin und Publizistin Leonie Schöler, die „Beklaute Frauen“ vorstellt; ihre Show, basierend auf dem gleichnamigen Buch, thematisiert das männerdominierende System, das Künstlerinnen oder Wissenschaftlerinnen um ihre Errungenschaften bringt.

