John Neumeiers Ballett „Nijinsky” ist mehr als nur eine Aufführung; es ist eine packende „Biografie der Seele”, die das facettenreiche Leben des legendären Tänzers Waslaw Nijinsky beleuchtet.
Foto: Kiran West
Nijinsky, Ballett von John Neumeier
Seit seiner Jugend ist Neumeier fasziniert von Nijinskys Mythos – einem Leben, das gleichermaßen von strahlendem Licht und tiefem Abgrund geprägt war. Das im Jahr 2000 geschaffene Ballett beschwört Nijinskys letzten öffentlichen Auftritt im Suvretta House in St. Moritz herauf und entführt das Publikum auf eine tiefgründige Reise durch Ekstase, Erinnerung, Vision und den undurchdringlichen Schleier des Wahnsinns.
Neumeier, der nicht nur für die Choreografie, sondern auch für das Bühnenbild und die Kostüme verantwortlich zeichnet (teilweise unter Verwendung der Originalentwürfe von Léon Bakst und Alexandre Benois), schafft eine visuell beeindruckende und emotional mitreißende Welt. Die musikalische Untermalung ist ebenso vielschichtig wie Nijinskys Leben selbst. Unter der musikalischen Leitung von Maria Seletskaja erklingen Werke von Frédéric Chopin, Nikolaj Rimskij-Korsakow, Dmitri Schostakowitsch und Robert Schumann, die die verschiedenen emotionalen Ebenen des Balletts perfekt untermauern. Auführungen sind für den 11., 13., 19., 20. Juni und den 1. Juli angesetzt.