Foto: Judith Buss
Ein Bild der Installation von Beni Brachtel.
„TUNE“ im Haus der Kunst versteht sich weniger als klassische Konzertreihe, denn als offenes Versuchsfeld zwischen Klangkunst, Musik und visueller Praxis.
In kurzen, konzentrierten Soundresidencies entwickeln eingeladene Künstler*innen Arbeiten, die sich souverän über Genregrenzen, Epochen und ästhetische Kategorien hinwegsetzen und in einen vielschichtigen Dialog mit dem jeweiligen Ausstellungsprogramm treten. Das 2026er-Programm, es läuft von Januar bis Ende Dezember, kreist um Formen spielerischer Leichtigkeit und fluider Ordnungen. Aus unterschiedlichsten Klangquellen, algorithmischen Systemen und kompositorischen Verfahren entstehen Arbeiten, die sich permanent verändern, verschieben und neu konfigurieren. Gerade aus diesem Ineinandergreifen heterogener Elemente beziehen die Stücke ihre besondere Offenheit: Klang wird hier nicht bloß hörbar, sondern als Möglichkeitsraum erfahrbar, in dem Bedeutungen zirkulieren und Perspektiven sich fortwährend neu justieren
Ergänzt werden die monatlichen Residencies durch eine jährlich vergebene Auftragsarbeit für den Terrassensaal. Über mehrere Monate hinweg entfaltet sich dort eine eigens entwickelte Klanginstallation im Durchgangsraum des Hauses — beiläufig wahrnehmbar und doch atmosphärisch prägend. Zwischen Ankunft, Passage und Verweilen eröffnet sich so eine subtile Einladung, Musik und Klang als eigenständige, komplexe Formen zeitgenössischer Kunst neu zu denken. Unser Tipp für dich ist dann auch die Soundinstallation von Arto Lindsay (28.6. – 8.7.) in der Westgalerie: „My Body Is Unfinished“. www.hausderkunst.de
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