Cassy Carrington meldet sich mit ihrem vierten Album „Sturmfrei“ zurück – und liefert einen ebenso tanzbaren wie persönlichen Mix aus Disco, Elektropop und Balladen. Zwischen Empowerment und Selbstzweifeln zeigt sie sich so nahbar wie nie.
Foto: Silke C. Engler
Cassy Carrington „Sturmfrei“
Kölns Drag-Pop-Queen Cassy Carrington meldet sich mit ihrem vierten Album „Sturmfrei“ zurück – und liefert einen ebenso vielseitigen wie persönlichen Soundtrack. Zwischen Disco-Beats, großen Balladen, verspieltem Elektropop und überraschenden Country-Anleihen entfaltet sich eine musikalische Reise, die vor allem eines verbindet: Cassys unverwechselbar nahbarer Gesang und die klare Haltung ihrer Texte.
Mehr als nur Pop
Thematisch öffnet Carrington viele Türen und bleibt sich dabei stets selbst treu. Im Song „Nur für dich bin ich ich“ feiert sie ihre Vielschichtigkeit und erklärt diese zur Stärke. Beim zunächst leichtfüßigen Klang von „Früher war alles besser“ könnte man beinahe überhören, dass sich der Song kritisch mit dem Erstarken rechter Gesinnungen auseinandersetzt.
Empowerment zieht sich wie ein roter Faden durch Stücke wie das funkige „Tanz einfach weiter“, „Der Himmel über uns“ oder das mit der verrinnenden Zeit hadernde „Wenn jetzt gleich schon vorbei ist“. „Ich bring mich nach Hause“ hingegen ist eine Hymne der Selbstakzeptanz – getragen von einer warmen Lagerfeuer-Atmosphäre.
Entstanden ist das Album erneut in enger Zusammenarbeit mit Produzent und Co-Writer Sebastian Treu, für zwei Tracks holte Carrington zudem Stefan Rebelski ins Boot. Inhaltlich geht es um Selbstermächtigung, Identität und gesellschaftliche Spannungen: Während Songs wie „Tanz einfach weiter“ oder „Der Himmel über uns“ Empowerment feiern, setzt sich „Früher war alles besser“ kritisch mit rechten Tendenzen auseinander.
Ein persönlicher Meilenstein: „Bin ich jemals genug?“
Bereits am 23. April ist mit „Bin ich jemals genug?“ die wohl persönlichste Single der Künstlerin erschienen. Die kraftvolle Ballade verzichtet auf Kitsch und setzt stattdessen auf orchestrale Wucht und eine stimmliche Performance, die Cassy in ganz neuen Registern zeigt. Entstanden aus einem tiefgründigen Gespräch mit ihrer Kollegin Daphne Dragee verarbeitet der Song jene universelle Frage nach dem eigenen Wert, die viele von uns aus der LGBTIQ*-Community nur zu gut kennen. Für das passende visuelle Statement sorgt das Musikvideo in Zusammenarbeit mit Regisseurin Silke C. Engler.
Mit dem Klick stimmst du diesen Datenschutzbestimmungen von YouTube zu.
Das Album „Sturmfrei“ von Cassy Carrington erscheint am 27. Mai, weitere Infos unter www.alleliebencassy.de
