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Foto: Christophe Raynaud de Lage
Structure Rualitè
Structure Rualitè, Capella Mediterranea et al.
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Foto: Scottish Ensemble
Scottish Ensemble
Scottish Ensemble
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Foto: Julien Benhamou
Battle Vivaldi
»Battle Vivaldi«
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Foto: Maximilian Probst
Treppenhausorchester
treppenhausorchester
Mit „In Motion“ bringt die Kölner Philharmonie für vier intensive Tage Musik und Tanz auf einer Bühne zusammen. Von Rameau mit Hip-Hop bis zu Vivaldi im Breakdance-Mix und einem klassischen „Disco“-Finale zeigt das neue Festival, wie eng beide Künste miteinander verbunden sind.
Was war zuerst, Tanz oder Musik? Die Wissenschaft ist sich bis heute nicht einig. Unbestritten aber ist, dass Tanz und Musik in allen Kulturen untrennbar miteinander verbunden sind und Tanzrhythmen die Basis der abendländischen Musiktradition bilden. Höchste Zeit, beide Künste im Konzertsaal für vier intensive Tage wieder zu vereinen! Das neue Festival „In Motion“ lädt hochkarätige Formationen ein, ihre Programme choreografisch zu erweitern und Musik und Tanz auf der philharmonischen Bühne in sich gegenseitig intensivierender Weise zu verbinden.
Barock trifft Hip-Hop
In der französischen Barockoper ist der Tanz ein zentrales Element, ihr bedeutendster Vertreter war Jean-Philippe Rameau, der mit „Les Indes Galantes“ Triumphe feierte. Die Ballettoper verhandelt Liebesgeschichten aus dem Osmanischen Reich, Peru, Persien und Nordamerika und bot Rameau Anlass zur Komposition exotischer Tänze. Auf verblüffende Weise dekolonialisiert wurde das Werk 2019 in der Pariser Opéra Bastille, als die Choreographin Bintou Dembélé urbane Straßentänze wie K.R.U.M.P. und Hip-Hop zum Spiel der famosen Cappella Mediterranea auf die Bühne brachte. Diese revolutionäre Rameau-Produktion kommt jetzt am 28. Oktober als choreografiertes Konzert nach Köln.
Von Streichern bis Disco
Am 29. Oktober führt das Scottish Ensemble mit Musik für Streicher von Dmitri Schostakowitsch und Peter Tschaikowsky nach Russland, die von dem schwedischen Tänzer und Choreografen Örjan Andersson und seinem Tanzensemble in fließende Bewegungen umgesetzt werden. Das Ergebnis ist ein Gesamtkunstwerk, das Andersson so beschreibt: „Klang wird zur Geste, Bewegung zum sichtbaren Echo der Musik. So verschmelzen beide Ausdrucksformen zu einem lebendigen Dialog.“
Die 12 Cellisten der Berliner Philharmoniker kommen am 30. Oktober mit dem Programm „Dancing around the planet“ und bringen Tänze aller Art aus unterschiedlichen Zeiten und Weltregionen mit. Wie immer sitzen sie im Halbkreis und rocken mit ihrem temperamentvollen Spiel das Parkett. Verstärkt wird das Erleben durch eine Gruppe von Tänzer*innen, die sich nur zu gern vom Drive der Berliner inspirieren lassen.
„Battle Vivaldi“ verspricht das französische Originalklang-Ensemble Le Concert de la Loge mit Julien Chauvin an der Sologeige, das auf die legendäre Compagnie Käfig und ihren Choreografen Mourad Merzouki trifft. Am 31. Oktober wird Vivaldis unsterbliches Meisterwerk „Die vier Jahreszeiten“ zum elektrisierenden Impulsgeber für einen rasanten Mix aus akrobatischem Breakdance und Hip-Hop. Ebenfalls am 31. Oktober setzt das Treppenhausorchester mit „Disco“ den Schlusspunkt des Festivals, entlockt klassischen Instrumenten ganz neue Klänge und macht die Philharmonie zum Dancefloor. Garantiert klubtauglich!
28.10. - 30.10., Kölner Philharmonie, Bischofsgartenstraße 1, Köln, www.kphil.de