Armistead Maupin gehört zu den prägenden Stimmen der modernen queeren Literatur. Der 1944 in Washington geborene Autor studierte Literaturwissenschaft an der University of North Carolina, bevor er als Journalist arbeitete und unter anderem für Andy Warhols Magazin Interview, die New York Times und die Los Angeles Times schrieb. Berühmt wurde er jedoch mit seinen „Tales of the City“: Über fast zwei Jahrzehnte erzählte er die Geschichten der Bewohner einer fiktiven Pension in San Francisco als täglichen Fortsetzungsroman im San Francisco Chronicle.
Mit Witz, Wärme und großer Menschenkenntnis schuf Maupin ein Panorama des urbanen Lebens, das gesellschaftliche Konventionen ebenso hinterfragte wie sexuelle Identitäten sichtbar machte. Seine Figuren wurden weit über die queere Community hinaus zu Kultgestalten. Heute lebt Maupin in Großbritannien. Sein literarisches Vermächtnis aber bleibt untrennbar mit San Francisco und der legendären Barbary Lane verbunden.

