Die Trump-Regierung hat am 10. Februar 2026 im Rahmen einer neuen Direktive des Innenministeriums die Pride-Flagge am historischen Stonewall National Monument in New York abhängen lassen. Die offizielle Begründung lautete, dass an Bundesdenkmälern nur noch offizielle Regierungs- und Militärflaggen wehen dürften. Doch der Widerstand der Zivilgesellschaft und der Politik ließ nicht lange auf sich warten (wir berichteten).
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Chuck Schumer
Jetzt macht der Minderheitsführer im US-Senat, Chuck Schumer, ernst. Zusammen mit Senatorin Kirsten Gillibrand und dem New Yorker Abgeordneten Dan Goldman hat er am 25. Februar offiziell einen Gesetzentwurf eingebracht. Das Ziel: Die Regenbogenflagge soll per Kongressbeschluss als offiziell autorisierte Flagge anerkannt werden, damit sie an Orten wie Stonewall dauerhaft und unantastbar wehen darf – unabhängig davon, wer gerade im Weißen Haus sitzt.
„Stonewall ist heiliger Boden, und der Kongress muss jetzt handeln, um die Pride-Flagge und das, wofür sie steht, dauerhaft zu schützen“, machte Schumer bei der Vorstellung klar. „Trumps hasserfüllter Feldzug muss enden.“
Mehr als nur Symbolpolitik
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Dan Goldman
Dass es bei dem Streit um weit mehr als nur ein Stück Stoff geht, zeigt die sofortige Reaktion der LGBTIQ*-Community. Das Stonewall-Denkmal markiert den Ursprung der modernen Bürgerrechtsbewegung. Nach dem plötzlichen Verschwinden der Flagge versammelten sich Hunderte zu spontanen Protesten. Aktivisten und lokale Politiker, darunter auch Dan Goldman, zogen am 12. Februar zum Denkmal und hissten als Akt des zivilen Ungehorsams unter dem Jubel der Menge einfach selbst wieder eine neue Flagge.
Goldman fand dazu deutliche Worte:
„Die Trump-Regierung hat versucht, unsere lebendige Geschichte auszulöschen, indem sie buchstäblich unsere Flagge heruntergerissen hat. Aber seid versichert: Das lassen wir ihnen nicht durchgehen.“
Auch Tyler Hack, Geschäftsführer des Christopher Street Project, sieht in der Flaggen-Aktion nur die Spitze des Eisbergs. Er betont, dass dieser Konflikt symbolisch für die weitreichenden und massiven Angriffe auf die Gesundheitsversorgung und die Rechte von Trans-Personen steht. „Dieser Kampf ist größer als eine Flagge“, so Hack. „Wir dürfen nicht aus den Augen verlieren, dass der Kern unseres Kampfes im Moment darin besteht, Trans-Menschen von allumfassenden Angriffen auf unsere Gesundheitsversorgung und unsere Lebensweise zu befreien.“ *ck/Quelle: The Advocate