Wien im Visier des IS
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Bei einer Razzia beschlagnahmte Waffen – die österreichische Polizei hat drei Jugendliche, darunter einen 14-Jährigen, festgenommen, weil sie angeblich einen Anschlag auf die Wiener Pride-Parade geplant hatten
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In Österreich wird weiter um ein Verbot gefährlicher Umpolungsversuche gerungen
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Auch bei der Wiener Regenbogenparade war Solidarität mit der Ukraine überall zu sehen
An der Wiener Regenbogenparade für die Rechte von LGBTIQ* am Samstag beteiligten sich rund 300.000 Menschen. Ihnen war nicht bewusst, wie knapp sie wohl einem blutigen Massacker entkommen sind. Die österreichischen Behörden haben nach eigenen Angaben einen geplanten Anschlag auf die Pride-Parade in Wien vereitelt. Drei Verdächtige im Alter von 14, 17 und 20 Jahren wurden am Samstag unmittelbar vor Beginn der Parade festgenommen, wie der Chef des österreichischen Staatsschutzes DSN, Omar Haijawi-Pirchner, am Sonntag erklärte. Die drei seien Sympathisanten der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS). Bei Razzien in Wien und Niederösterreich beschlagnahmten die Ermittler zahlreiche Waffen und Datenträger. Die drei Verdächtigen hätten online extremistisches Material ausgetauscht, erklärte das Innenministerium in Wien. Sie hätten sich auf die Pride-Parade für sexuelle Vielfalt als mögliches Anschlagsziel fokussiert und einen Angriff mit Messern oder Fahrzeugen geplant. Einer der Verdächtigen sei den Behörden schon im Zusammenhang mit Terrorismus-Ermittlungen bekannt gewesen.
Istanbul im Würgegriff Erdogans
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Fluchtversuche in Istanbul
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Foto: Diego Cupolo / NurPhoto / AFP
Sie geben nicht auf, die tapferen Mitglieder der Opposition in der Türkei. Zu ihr gehört auch die LGBTIQ*-Community und sie versuchte einmal mehr, wenigstens eine kleine Pride-Demo in der Bosporus-Metropole Istanbul durchzuführen. Wie in den letzten Jahren trafen sie auf eine gewaltbereite Übermacht des türkischen Staatsapparates und der Versuch mehrheitlicher Trans-Demonstrant*innen in diesem Jahr endete einmal mehr mit verstörenden Jagdszenen und Festnahmen.
Chisinau/Republik Moldau gut behütet
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Unter dem Schutz des Staates: Pride in Moldawien
Hunderte von Teilnehmer*innen zogen am Sonntag durch die Innenstadt von Chisinau in der Republik Moldau. Hier zeigte sich ein umgekehrtes Bild im Verhältnis zur Staatsmacht: Um die Demonstration vor Übergriffen gewaltbereiter Rechtsxtremisten und orthodoxen Fundamentalisten zu schützen, fuhren Polizei und Gendarmerie mit schwerem Gerät auf.
EU Umfrage FRA
➡️ Die Europäische Union hat eine LGBTIQ*-Umfrage zum Thema Lebensalltag und Diskriminierung gestartet. Mitmachen ausdrücklich erwünscht: www.lgbtiqsurvey.eu
Warschau zeigt fröhlich die Spaltung Polens
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Polens liberale Bevölkerungshälfte auf den Straßen Warschaus gegen Queer-, Frauen- und Sexualfeindlichkeit
Bilder, auf die die regierende rechtskonservative PiS-Partei in der beginnenden heißen Phase des Parlamentswahlkampf in Polen sicherlich gerne verzichtet hätte. Wie bereits im letzten Jahr zogen am Samstag tausende liberale Polen vereint und sichtbar fröhlich durch die Hauptstadt. Sie forderten gleiche Rechte für LGBTIQ*, die Anerkennung von Frauenrechten und Sexarbeit.
Zyperns Community überwindet die Teilung
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Foto: Christina Assi / AFP
Bewegende Szenen: Die Drag Queens Aphrodite (r.) und Tahini Melasses umarmen sich, als sie sich in der Pufferzone der geteilten Insel treffen
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Foto: Christina Assi / AFP
Griechische und türkische queere Zyprioten von beiden Seiten der geteilten Insel beim gemeinsamen Pride-Marsch
Griechische und türkische queere Zyprioten von beiden Seiten der geteilten Insel versammelten sich während der bikommunalen Pride-Parade in Nikosia in der Pufferzone, die sich über die geteilte Insel Zypern erstreckt. Sie schwenkten Regenbogenfahnen und riefen „Von Stolz vereint“, „Über die Kluft hinaus“ und „ein queeres Zypern“. Dutzende versammelten sich unter der Aufsicht von UN-Friedenstruppen an der Grünen Linie, die die international anerkannte Republik Zypern vom abtrünnigen türkisch-zyprischen Staat im Norden trennt.
Frankreich mit friedlichen Protesten
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Foto: Hildegard Leloue / Hans Lucas / AFP
16.000 Menschen kamen in Montpellier zum schon 30. Pride March, um die Sichtbarkeit von LGBTIQ* zu feiern
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Foto: Pascal Pochard-Casabianca / AFP
„Liebe gewinnt immer“. Eine der Parolen des ersten „Freedom Walk“ in Bastia auf Korsika, an dem etwa 200 Menschen teilnahmen. Aufgerufen hatten unter anderem auch Gewerkschaften, politische Parteien sowie Menschenrechts- und feministischen Vereinigungen.
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Foto: Patrick Hertzog / AFP
„La Marche des Fiertes“ am 17. Juni 2023 in Straßburg
Sowohl auf der Mittelmeerinsel Korsika ganz im Süden des Landes als auch im nordöstlichen Straßburg und in Montpellier gingen Franzosen friedlich demonstrierend für die Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Trans und Inter auf die Straßen. Im Kontrast zu den Demobildern, die das Land von Freiheit und Brüderlichkeit sonst in letzter Zeit produzierte.
Bulgarien fröhlich im Regen
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Foto: Nikolay Doychinov / AFP
Sofia Pride 2023
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Foto: Nikolay Doychinov / AFP
Sofia Pride 2023
Auch aus Sofia haben die Europäer*innen schon andere Bilder erleben müssen. Diesmal trübte nur der Regen die Stimmung bei einigen der Teilnehmenden der Pride-Parade in der Hauptstadt Bulgariens. Bei anderen schaffte auch er es nicht, die stolze Freude über die Freiheit aus den Gesichtern zu waschen. *ck/afp