Der Vorfall in Wilton Manor war Polizeiangaben nach kein Terrorakt. Der 77-jährige Unfallfahrer konnte wegen körperlicher Gebrechen nicht mitmarschieren und sei daher als Fahrer des Wagens an der Spitze des Zuges ausgewählt worden.
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Originalartikel vom 20. Juni 2021
Pickup rast in CSD: Ein Toter
Bei einer Gay-Pride-Parade im US-Bundesstaat Florida ist der Fahrer eines Kleintransporters in die Menge gefahren und hat mindestens einen Mann getötet. US-Medien berichteten, es sei unklar, ob es sich bei dem Vorfall in Wilton Manors nahe Fort Lauderdale um eine absichtliche Attacke gehandelt habe.
Foto: Peter Kraayvanger / Pixabay / CC0
Der Lieferwagen-Fahrer wurde vorläufig festgenommen. Der Lieferwagen habe sich zunächst bei den Festwagen der Parade für die Rechte von LGBTIQ* eingereiht, berichtete der örtliche Sender Local 10 News. Dann habe er aber beschleunigt und mindestens zwei Männer umgefahren. Einer von ihnen sei gestorben, sagte der Bürgermeister von Fort Lauderdale, Dean Trantalis, der an der Parade teilgenommen hatte. Nach seinen Angaben war der Lieferwagen auf das Cabriolet der demokratischen Kongressabgeordneten Debbie Wasserman Schultz zu gefahren, habe den Wagen aber verfehlt. Trantalis zeigte sich überzeugt, dass es sich um eine absichtliche Tat, nämlich um
„eine terroristische Attacke gegen die LGBT-Gemeinschaft",
gehandelt habe. Dem widersprechen offizielle Stellen im Laufe des Tages immer deutlicher.
Ein weißer Pickup überfuhr Samstagabend bei der Pride-Parade in Wilton Manors zwei Personen. Der Fahrer wurde in Gewahrsam genommen.
Unfall wahrscheinlich
Das, was Dean Trantalis beobachtet hat, deckt sich mit den Aussagen des Fahrers des Trucks und der Polizei. Nun wird aus der von Außen beobachteten Attacke ein tragischer Unfall. Der Fuß des Fahrers habe sich zwischen Brems- und Gaspedal verklemmt, so sei es zum Kontrollverlust über das Fahrzeug gekommen, meldeten CBS4 und Miami News.
Update 21. Juni 2021
Tragischer Unfall: CSD-Vorfall mit Todesopfer in Florida
Bei dem tödlichen Vorfall bei einer Gay-Pride-Parade im US-Bundesstaat Florida handelt es sich nach Ermittlungen der Behörden um einen Unglücksfall. Der Fahrer des Wagens, ein Teilnehmer der Parade in Wilton Manor nahe Fort Lauderdale, habe versehentlich beschleunigt und zwei Männer angefahren, erklärte die Polizei am Sonntag (Ortszeit).
Bei dem Fahrer handele es sich um einen 77-Jährigen, der wegen körperlicher Gebrechen nicht bei der Parade mitmarschieren konnte und daher als Fahrer des Wagens an der Spitze des Zuges ausgewählt worden sei. Beim Start der Parade habe er versehentlich zuviel Gas gegeben und zwei Paradenteilnehmer angefahren, bevor er gegen einen Zaun krachte. Ein Mann kam ums Leben, der andere wurde verletzt. Alle drei gehörten einem schwulen Männerchor an. Unmittelbar nach dem Vorfall am Samstag war zunächst unklar gewesen, ob es sich um einen gezielten Angriff handelte. Fort Lauderdales Bürgermeister Dean Tantalis hatte zunächst von einem „terroristischen Angriff auf die LGBT-Gemeinschaft“ gesprochen. *AFP/ck