Fotos: Instagram @ideservecouture (links) @encyclopediamadonnica (rechts)
Pedro Pascal trug das „Protect the Dolls“-T-Shirt bei der Premiere von „Thunderbolts“ in Los Angeles, Madonna inszenierte sich mit dem Shirt auf Instagram.
Ein Mode-Experiment des Designers Conner Ives hat sich zu einer der erfolgreichsten Spendenaktionen für die trans Community entwickelt. Sein T-Shirt mit der Aufschrift „Protect the Dolls“ brachte seit Februar mehr als 600.000 Dollar für die Non-Profit-Organisation Trans Lifeline ein – ein Hilfsnetzwerk, das unter anderem eine Krisenhotline für trans Menschen betreibt und nun wieder Mikroförderungen an Betroffene ausschütten kann.
Ursprünglich war das T-Shirt gar nicht Teil der Kollektion. Ives fertigte es in der Nacht vor seiner Londoner Herbst/Winter-Show 2025, um ein Statement zu setzen. Die Reaktionen waren überwältigend: Käufer*innen überfluteten das Label mit Anfragen, woraufhin die Shirts für 99 Dollar verkauft wurden, die Einnahmen flossen direkt an Trans Lifeline.
Prominente Unterstützung
Innerhalb kürzester Zeit avancierte das T-Shirt zum begehrten Modeartikel. Stars wie Troye Sivan, Pedro Pascal und Madonna wurden damit fotografiert, Vogue bezeichnete es als eines der meistgesuchten Stücke der Saison. Der Bekanntheitsgrad ließ die Verkaufszahlen explodieren – aus anfänglichen 70.000 Dollar Spenden im April wurden inzwischen mehr als 600.000.
Mit den Mitteln kann Trans Lifeline seine Hotline sichern und erstmals seit 2023 wieder Mikrogrants an trans Personen in den USA vergeben. Geschäftsführerin Kai Alivar Horton betonte, dass diese Unterstützung nicht nur finanziell, sondern auch symbolisch überlebenswichtig sei: Sie zeige, dass trans Frauen und nicht-binäre transfeminine Menschen nicht nur Schutz, sondern auch Sichtbarkeit und Ressourcen verdienen.
Für Ives ist das T-Shirt in einer Zeit zunehmender politischer Angriffe auf die Rechte von trans Menschen in den USA und Großbritannien nicht bloß Mode, sondern Teil eines größeren Widerstands: „Dieses Shirt hat mein Leben verändert, und hoffentlich auch das vieler anderer“, erklärte er in einem Instagram-Post.
*Quellen: LGBTQ Nation; New York Times; Vogue