Geschlecht ist mehr als ein Eintrag im Register, und Geschlechterforschung etwas anderes als das, was ihre Gegner*innen daraus machen. Worum es geht, wer sie bekämpft, welche Rolle Sprache dabei spielt.
Was wird eigentlich unterschieden?
Körperliche Merkmale, Geschlechtsidentität und die soziale Rolle sind drei verschiedene Dinge. Im politischen Streit wird das gern zusammengeworfen – weil die Unterscheidung das Argument kaputt macht.
Was erforscht Geschlechterforschung?
Wie Rollen entstehen, wie sie wirken, wer davon profitiert. Das ist Sozialwissenschaft mit Methode, keine Ideologie. Wer sie als solche bezeichnet, hat in der Regel keine ihrer Arbeiten gelesen.
Und die Sprache?
Der Streit ums Gendern ist ein Stellvertreterstreit: Es geht nicht um Sternchen, sondern darum, wer mitgemeint sein soll. Wir gendern mit Sternchen, aus demselben Grund, aus dem wir LGBTIQ* mit Stern schreiben.
Auch dazu: Transphobie, FLINTA*, queer, Sprache

