Die rufen fröhlich „Pfoten hoch für Pride und die Liebe” und feiern den Pride Month mit Futter für Wauzis und Miezis. Süß, keine Frage, aber mal ehrlich: Ist das nur ein Regenbogen-Anstrich für die Kasse oder steckt da wirklich was dahinter? Der männer* Pinkwashing Check für Lily`s Kitchen.
Innovation
Tierfutter und Pride? Ja, das ist mal was anderes! Süß gemacht mit den Herzchen-Näpfen und den Hunden und Katzen, die sich küssen. Das zieht definitiv Aufmerksamkeit bei Tierbesitzer:innen. Mal was anderes als die üblichen T-Shirts.
Und hey, die reden von „natürlicher Tiernahrung”. Klingt erstmal gut, auch wenn ich jetzt nicht nachgeprüft habe, ob die Produktion wirklich die Umwelt schont. Muss man ja auch mal hinterfragen, ne? Und das Ganze ist zusammen so frech doof, dass es wirklich gut ist.
Authentizität
Lily’s Kitchen erzählt uns, sie glauben an „Gleichheit und Liebe für alle” und dass das ja auch so toll ist an unseren Haustieren. Klingt erstmal nach einer netten Story.
Aber jetzt kommt’s: Die spenden jedes Jahr 100% der Erlöse aus ihrer Pride-Edition an LGBTIQ* Initiativen! Und die sind auch noch ‚ne „B-Corp”, was bedeutet, die wollen generell was Gutes tun. Das ist mal kein Zufallstreffer zur Pride-Saison, sondern sieht nach echtem, längerfristigem Engagement aus. Daumen hoch!
Partizipation
100% der Kohle geht an den CSD Deutschland e.V. und die Riccardo Simonetti Initiative e.V.! Leute, das ist mal eine Ansage! Nicht nur ein kleiner Prozentsatz oder ein symbolischer Betrag, sondern ALLES.
CSD Deutschland ist der Dachverband, da landet das Geld also wirklich breit in der Community. Und die Riccardo Simonetti Initiative setzt sich für marginalisierte Gruppen ein. Das ist nicht nur Marketing-Gesabbel, das ist echte Unterstützung.
Kommunikation
Die Kommunikation ist sauber, über eine Pressemitteilung, nix dubioses. Und die Empfänger der Spenden werden klar benannt. Kein Versteckspiel, kein „Wir spenden an eine uns unbekannte Stiftung X”. Das ist transparent. Allerdings fehlen uns klare Bestandteile, die auch die Business-Strukturen der Szene respektieren.
KEIN PINKWASHING!
Klar, die bunten Verpackungen mit Hühnerfleisch und Fisch für die Vierbeiner sind ein cleverer Marketing-Move, um im Pride Month aufzufallen und die Verkaufszahlen anzukurbeln – keine Frage, das ist Business. Aber hey, wenn dieses Business dazu führt, dass 100% der Einnahmen dorthin gehen, wo sie wirklich gebraucht werden, um die Community zu unterstützen, dann kann man das nicht einfach als billiges Pinkwashing abtun. Hier wird nicht nur die Regenbogenfahne gehisst, sondern auch ordentlich Kohle locker gemacht. Das ist keine leere Geste, sondern ein klares Signal. Und es ist ein Novum mit dem wir die Bewertungen in diesem Jahr starten können.

