Zuallererst der Frauenschutz. Frauen werden durch die Leihmutterschaft gezwungen ihren Körper zu vermieten. Als würden Frauen nicht schon seit Jahrtausenden ihren Körper stundenweise vermieten, ohne dass dies gesetzlich verboten wäre. Aus einem guten Grund heißt es seit den siebziger Jahren „Mein Bauch gehört mir“. Der Gesetzgeber sollte keinerlei Befugnisse haben, sich in die Verwendung des eigenen Körpers einzumischen, wobei er Organspenden sogar versucht zu fördern. Mutterschaft scheint weiterhin etwas Heiliges zu sein und sollte demnach konsequent mit einem Kreuz geehrt werden.
Die zweite Nebelkerzen ist der sogenannte Kindesschutz, der weiterhin unterstellt, Kinder könnten ohne eine Mutter nicht behütet aufwachsen. Behütet sind sie aber scheinbar, wenn sich junge Mütter im Bus mit ihrem Handy beschäftigen, anstatt ihrem Nachwuchs Aufmerksamkeit zu schenken. Eine amerikanische Leihmutterschaft kostet den oder die Väter bis zu 250.000 Dollar. Hier darf man tatsächlich den innigen Wunsch unterstellen, sich um die Erziehung eines Kindern mit der notwendigen Fürsorge zu kümmern.
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Daniel Funke und Ehemann Jens Spahn bei den Bayreuther Festspielen
2025 gab es in Deutschland 106.000 Schwangerschaftsabbrüche. Frauen wird es frei gestellt, diese Entscheidung selbstverantwortlich zu treffen. Genauso wie ihnen frei gestellt wird, sich für ein Kind ohne Vater zu entscheiden. Es steht ihnen auch frei, sich für diesen Wunsch einer Samenspende zu versichern, ohne dass der Spender dies im Zweifel weiß. Warum ist die Anmietung eines Uterus durch einen Mann ein moralisch anderer Vorgang? Über die Kinder von Alice Weidel und ihrer Frau ist nicht bekannt, wer der Vater ist. Aber niemand regt sich über das Recht dieser Frauen auf, sich hier eines Samenspenders bedient zu haben. Haben Männer nicht die gleichen Rechte einer selbstbestimmten Elternschaft?
Sowohl Alice Weidel als auch den Vätern mit CDU-Mitgliedschaft wird unterstellt, sich in Widerspruch zu ihrem Parteiprogramm zu befinden. Legt man zu Grunde, dass laut der letzten Journalismusbefragung der TU Dortmund (2024) 30% der Journalisten angaben, den Grünen nahe zu stehen, ist dies ein verlogener Ansatz. Obwohl diese Partei gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften immer gefördert hat, werden konservative Homosexuelle nicht nur für Kinderwunsch angefeindet, sondern gleichzeitig auch dafür, dass sie progressiver sind als ihre Partei. Das nennt man eine klassische Mehrfachdiskriminierung.