Kaum haben wir uns an den süßlichen Duft der Freiheit gewöhnt, die ersten Cannabis Social Clubs ihre Pforten (zumindest auf dem Papier) geöffnet und die CBD-Shops goldene Zeiten gewittert, da braut sich schon wieder Unheil am Horizont zusammen. Ja, ihr habt richtig gehört: Die Tinte unter dem Cannabisgesetz ist kaum trocken, da wird schon wieder über dessen Abschaffung schwadroniert. Ein echter Stimmungskiller, als hätte man uns den Joint direkt vor dem Anzünden aus der Hand geschlagen!
Grafik: Imagin 3 / Gemeni
KI? Ja, oder wer schreibt Canabis Social Club sonst so?
Doch wer zittert am meisten vor dem drohenden Cannabis-Comeback der Prohibition 2.0? Unser aller Lieblings-CBD-Dealer, äh, Verzeihung, die „führende Marke für CBD-Produkte“ Lucky Hemp, hat da mal investigativ den Rechenschieber glühen lassen und einen „Cannabis-Kompass“ erstellt. Und die Ergebnisse, meine lieben Freundinnen und Freunde der gepflegten Entspannung, sind so brisant wie ein vergessener Space Cookie im Rucksack.
NRW: Vom Kiffer-Paradies zur Cannabis-Wüste?
Haltet euch fest: Nordrhein-Westfalen, das mit satten 592 Anlaufstellen (117 Social Clubs, 390 CBD-Shops und 85 Cannabis-Apotheken) als das Mekka für legale Kiffer und solche, die es werden wollen, gilt, würde laut der Analyse am tiefsten fallen. Stellt euch das mal vor: Gestern noch die Qual der Wahl zwischen Dutzenden Optionen, morgen vielleicht wieder konspirative Treffen hinterm Bahnhof? Ein Horrorszenario, das selbst hartgesottene Rheinländer ins Schwitzen bringen dürfte. Hier wurde offensichtlich ordentlich in Infrastruktur investiert – und jetzt droht der Totalabsturz. Autsch!
Die Provinz-Posse: Wo der Spuk schnell vorbei wäre
Weniger dramatisch sähe die Sache in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt aus. Dort, wo die Dichte an legalen Cannabis-Quellen ohnehin eher an eine Oase in der Wüste erinnert, wäre der Verlust... nun ja, überschaubar. Vielleicht hat man dort ja schon immer eher auf Korn als auf Kush gesetzt? Man munkelt, die Hanfpflanzen dort hätten vor lauter Einsamkeit schon angefangen, Selbsthilfegruppen zu gründen.
Stadtstaaten-Blues: Dicht ist nicht mehr schick?
Besonders hart träfe es laut Lucky Hemp die Stadtstaaten. Berlin, Hamburg, Bremen – wo sich auf engstem Raum die hippe Szene tummelt und die Dichte an legalen Rauch- und Kaufgelegenheiten am höchsten ist, würde eine Rolle rückwärts die größten Wellen schlagen. Klar, wer auf jedem Quadratkilometer gefühlt drei CBD-Tempel und einen Social Club im Aufbau hat, für den wäre die Schließung ein echter Schlag ins Kontor. Aus der Traum vom urbanen Cannabis-Dorado? Das wäre, als würde man Berghain-Besuchern plötzlich Kamillentee anbieten.
Die große Frage: War das jetzt alles für die Katz?
Mal ehrlich: Nach all dem Tamtam, den hitzigen Debatten, den Plänen, den Investitionen und der neu gewonnenen Freiheit jetzt wieder den Rückwärtsgang einzulegen, das hat schon was von einer schlechten Komödie. Unternehmen wie Lucky Hemp haben Daten gewälzt, Konsumenten haben sich gefreut, und jetzt soll alles wieder auf Null? Das riecht nach politischem Zickzackkurs, der vor allem eines schafft: Verunsicherung und Frust.
Man darf gespannt sein, ob die Vernunft siegt oder ob wir bald wieder im Cannabis-Katakomben-Modus verschwinden müssen, bewaffnet mit zwielichtigen Telegram-Kontakten und der ständigen Angst vor dem Klingeln an der Tür. Bis dahin, meine Lieben: Genießt die (Rest-)Freiheit, deckt euch ein (wer weiß, wie lange noch?) und bleibt vor allem eines: herrlich unverbesserlich. Denn eines ist sicher: Die Community lässt sich nicht so leicht unterkriegen. Und wenn doch alles den Bach runtergeht, haben wir wenigstens eine gute Story für unsere Memoiren.
In diesem Sinne: High Five – oder bald wieder „pssst, hast du was dabei?“