Foto: Stockholm Records
B.W.O.
Das Trio B.W.O. (Bodies without Organs) besteht aus den drei Mitgliedern Alexander Bard, Marina Shiptjenko und Martin Rolinski. Wichtigster Mann im Team ist Alexander, der schon Alcazar („Crying at the Discotheque“ ...) in die weltweiten Hitlisten brachte und, was ihm einen Platz in der Hall of Fame der Popmusik sicherte: die schrillen Homo-Rechtler Army of Lovers in den 1990ern in die globalen Gehörgange schrieb und sang.
WIE UND WO KAM ES ZU DER FORMATION BWO?
Marina habe ich in den 1990ern bei einer TV-Show getroffen und wir haben uns gleich gut verstanden. Die Mädels bei Army of Lovers waren allesamt verrückte Hühner. Es war ein Horror mit ihnen zu arbeiten. Marina ist einfach cool, smart und hat einen trockenen Humor. Wir mochten uns von Anfang an und spielten in der Band Vacuum, die Ende der 1990er in Italien ziemlich erfolgreich war. Dann beschlossen wir, eine Popband zu gründen und ich kam auf Martin. Den hatte ich zwei Jahre zuvor kennen gelernt und er wurde ohnehin von allen Major-Labels in Skandinavien verfolgt, die mit ihm eine Boyband gründen wollten. Das war aber nicht sein Ding, er wollte etwas Originelles.
STÖRT ES DICH, WENN BWO ALS SCHWULE BAND GELTEN?
B.W.O. sind ein Heteromann, eine Heterofrau und ein Schwuler. Ich denke, das ist ein moderner und interessanter Mix. Bei B.W.O. schreiben wir keine geschlechtsspezifischen Texte. Wir schreiben Texte, die für alle passen. Wir sind keine Homo-Band wie die Pet Shop Boys oder Erasure. Unser Schwulsein ist da eher wie bei den Scissor Sisters.
KILLT DOWNLOADING MUSIK?
Ja, in gewisser Weise. In der Folge hast du als Künstler weniger Geld zur Verfügung, um Platten und Videos zu machen. Darunter leidet sowohl die Video- als auch die Musikqualität. Es scheint mir, als ob die Leute gar nicht verstehen, dass diese Piraterie letztendlich die Musik tötet. Aber legale Downloads sind eine großartige Sache. Billiger, als Platten zu kaufen, aber der Künstler erhält noch etwas, um weiter musizieren zu können. Ich liebe iTunes und die ganzen anderen legalen Seiten wie Napster ...
*Interview: Michael Rädel

