Foto: Warner Music
Die eine feiert gerade weltweit Erfolge mit einem Disco-Dance-Album: Madonna. Die andere setzte auf Hyperpop und erklärte Dance für tot: Charli XCX. Und bekam dafür auf Social Media prompt Gegenwind von Madonna.
Und jetzt gibt es eine Zusammenarbeit der beiden. „Danceteria“, die Hymne auf den gleichnamigen Klub, den Madonna in den 1980er-Jahren so liebte, war bereits auf Platz 1 einiger Charts. Jetzt kommt der Hit vom Erfolgsalbum „CONFESSIONS II“ als Duett erneut heraus: „Danceteria (Afterhours)“.
Madonna war einst selbst dort, wo Charli XCX heute steht: an der Grenze zwischen dem, was gerade angesagt ist, und dem, was erst noch angesagt werden soll. Die Danceteria war in den frühen Achtzigern ein Ort, an dem sich Punk, New Wave, Disco und die aufkommende Klubkultur mischten. Madonna bewegte sich in dieser Szene, lange bevor sie zum globalen Superstar wurde. Der New Yorker Klub war weniger glamouröse Kulisse als vielmehr Labor: Hier wurden Sounds ausprobiert, Identitäten gewechselt und die Regeln des Pop neu geschrieben. Charli XCX wiederum hat ihre eigene Version dieses Prinzips entwickelt. Ihr Hyperpop war nie besonders daran interessiert, sich brav in bestehende Schubladen einzusortieren. Plastik, Künstlichkeit, Übertreibung und digitale Härte wurden zu ästhetischen Mitteln. Und als sie sich zuletzt vom klassischen Dance-Sound abgrenzte, war das beinahe schon wieder eine typische Pop-Geste: eine Absage an das Genre, um kurz darauf mit ihm zu spielen. Die Queen of Pop trifft auf eine Künstlerin, die selbstbewusst mit den Codes der Popwelt spielt – und deren Karriere ebenfalls davon lebt, Trends nicht einfach nur zu bedienen, sondern sie zu verschieben. madonna.lnk.to/DanceteriaAfterhours