Foto: Selfie
Jurassica Parka
Das Amtsgericht Tiergarten hat Mario O., bekannt unter dem Künstlernamen Jurassica Parka, wegen des Besitzes kinder- und jugendpornografischer Inhalte zu einer Freiheitsstrafe von zehn Monaten verurteilt. Die Strafe wurde zur Bewährung ausgesetzt. Der Angeklagte zeigte sich vor Gericht vollumfänglich geständig.
Im Prozess vor dem Amtsgericht Tiergarten räumte der Angeklagte sämtliche Tatvorwürfe der Staatsanwaltschaft lückenlos ein. Im Zuge seiner Aussage erklärte O. zudem, pädophil zu sein. Mit dem Strafmaß von zehn Monaten auf Bewährung blieb das Gericht unter der Forderung der Staatsanwaltschaft, die eine Bewährungsstrafe von einem Jahr und einem Monat beantragt hatte.
Die Ermittlungen kamen nach einer Durchsuchung der Berliner Wohnung des Künstlers im Juli 2025 ins Rollen. Dabei beschlagnahmten die Ermittlungsbehörden zahlreiche elektronische Datenträger, darunter ein iPhone, mehrere Laptops sowie externe Festplatten (wir berichteten).
Die Auswertung der Datenträger durch die IT-Forensik der Polizei förderte umfangreiches Material zutage:
- Kinderpornografie: Insgesamt 131 Videodateien mit einer Gesamtlänge von rund fünf Stunden und 25 Minuten sowie 28 Bilddateien.
- Jugendpornografie: 17 Videodateien mit einer Laufzeit von knapp 56 Minuten sowie fünf Bilddateien.
Für den Angeklagten ist es nicht das erste Verfahren dieser Art. Bereits am 18. Oktober 2023 war O. wegen der Verbreitung, des Erwerbs und des Besitzes kinderpornografischer Schriften vom Amtsgericht Tiergarten verurteilt worden. Die damalige Strafe belief sich nach unseren Informationen wohl auf eine Geldstrafe von 160 Tagessätzen zu je 70 Euro (insgesamt 11.200 Euro). Da diese Strafe zum Zeitpunkt der neuen Delikte bereits rechtskräftig war, floss sie als Vorstrafe in die aktuelle Strafzumessung ein. Mario O. gehörte über Jahre hinweg zu den bekanntesten Gesichtern der Berliner Drag- und Kulturszene und trat regelmäßig in Klubs sowie bei Großveranstaltungen auf. Nach dem Bekanntwerden der polizeilichen Ermittlungen und der Einleitung des Strafverfahrens hat sich der gebürtige Berliner vollständig aus der Öffentlichkeit und den sozialen Medien zurückgezogen.