CHROMAISTANBUL
Marc Brandenburg, Ohne Titel, 2022, Deutsche Bundesbank, Frankfurt am Main, © Marc Brandenburg, Courtesy Galerie Thaddaeus Ropac, Foto: CHROMA, André Carvalho
„20th Century Debris“, so der Titel der neuen Ausstellung von Marc Brandenburg, sei „eine umfassende Werkschau des Berliner Künstlers“. Und sie deckt wahrlich viele Jahre ab!
Zu sehen sind in der Berlinische Galerie bei „20th Century Debris“ vom 17. April bis zum 19. September rund 170 Arbeiten, darunter aktuelle und auch sehr frühe, selten gezeigte Zeichnungen aus den 1990er-Jahren sowie Videos, Tattoo-Bögen und Fotos.
Biografisches über den Künstler: Seit den 1980er-Jahren durchstreift Marc Brandenburg die Berliner Kunstlandschaft wie ein sensibler Chronist des Flüchtigen. Der 1965 geborene Multimediakünstler hat sich dabei längst über die Stadt hinaus einen Namen gemacht. Seine Kunst entzieht sich bewusst eindeutigen Zuschreibungen: Zeichnung, Collage, Installation, Video und Performance. Im Zentrum jedoch stehen jene minutiösen Bleistiftzeichnungen, die wie Nachbilder einer bereits verflüchtigten Wirklichkeit erscheinen.
Marc Brandenburg, Ohne Titel, 1998 © Marc Brandenburg, Foto: Marc Brandenburg
Marc Brandenburg sammelt seine Motive auf Streifzügen durch urbane Räume oder entnimmt sie dem visuellen Rauschen von Magazinen, Filmen und Büchern – ein Archiv des Alltäglichen, das sich beständig erweitert. In der Übertragung werden diese Vorlagen nicht einfach reproduziert, sondern transformiert: invertiert, verzerrt, verschoben. So entstehen Bilder, die weniger dokumentieren als vielmehr erinnern.
Die Eröffnung wird am 16. April ab 19 Uhr gefeiert, sprechen werden Direktor Dr. Thomas Köhler und Kuratorin Dr. lIka Voermann, DJ Daniel Wang sorgt anschließend für Musik. Und Joey Arias wird auftreten! berlinischegalerie.de
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