Illustration: KI erstellt
Was 2021 als queeres Hinterhofspektakel in der Berliner Berg Brauerei begann, ist heute fester Bestandteil des Berliner Open-Air-Sommers: „Bingo and Beer with Nina Queer“.
Aus dem einstigen Geheimtipp für Eingeweihte wurde innerhalb weniger Jahre ein Kultformat, das Monat für Monat Hunderte Menschen anzieht. Freier Eintritt, spektakuläre Gewinne und eine Atmosphäre irgendwo zwischen Kiezfest, Brauereitravestie und Sommermärchen machen die Veranstaltung zur „größten Open-Air-Bingo-Show Deutschlands“.
Der Grund für den Erfolg hat einen Namen: Nina Queer. Mit ihrem unverwechselbaren Mix aus Witz, Glamour, Schlagfertigkeit und österreichischer, sorry, Berliner Schnauze hat sie dem angestaubten Bingo-Spiel ein radikales Make-over verpasst. Was anderswo nach Seniorennachmittag klingt, wird bei ihr zur schillernden Live-Show voller Überraschungen, spontaner Pointen und geselliger Euphorie. Zwischen frisch gezapftem Bier und ausgelassener Open-Air-Stimmung entsteht ein Abend, der sich jeder Schublade entzieht. Wer dabei sein will, sollte früh erscheinen – denn wenn die Queer die Kugeln rollen lässt, scheint halb Berlin auf den Beinen zu sein. „Viele haben versucht, das Konzept zu kopieren“, so Nina Queer im Telefonat mit uns. „Manche den Namen, andere die Idee. Doch Kult lässt sich nicht reproduzieren“.
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