Foto: M. Rädel
Gotisches Gewölbe, Ort der Ruhe und Religion. Anlaufstelle für Obdachlose, Treff für Kunstliebhaber*innen (der mittelalterliche Totentanz!) und Ausstellungsraum. Denn die St. Marienkirche lädt ein, Neues zu entdecken. Unter dem Titel „Spuren des Anfangs – Bilder zur Schöpfung“ begegnen die Arbeiten der Auszubildenden der BEST-Sabel Designschule Berlin dem sakralen Raum nicht illustrativ, sondern tastend, suchend, widersprüchlich.
Die jungen Künstler*innen nähern sich der Idee der Schöpfung als offenem Zustand, als einem fortdauernden Prozess zwischen Auflösung und Entstehung. Farbintensive Illustrationen und Malereien durchziehen die Kapelle der evangelischen Kirche, abstrakte Verdichtungen treffen auf figürliche Fragmente, expressive Flächen auf fragile Linien. Was entsteht, ist kein eindeutiges Narrativ, sondern ein atmosphärischer Möglichkeitsraum, in dem Chaos und Ordnung, Ursprung und Gegenwart ineinander übergehen. Die alten Mauern der 1380 eröffneten Kirche treten in einen stillen Austausch mit der jungen Kunst! Die Ausstellung ist noch bis zum 27. Mai täglich von 10 bis 17:30 Uhr geöffnet – nicht bei Gottesdiensten oder Andachten. marienkirche-berlin.de
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