Foto: maneo.de
Seit 1990 ist das LGBTIQ*-Community-Projekt MANEO in vier zentralen Arbeitsbereichen aktiv: der Unterstützung von Opfern, der Dokumentation homophober Übergriffe in Berlin (Report Center), der Gewalt- und Kriminalprävention sowie im Bereich Empowerment. Doch mittlerweile kommt vermehrt zu antiqueerer Gewalt gegen das Projekt selbst.
Gestern, am Sonntagmorgen, kam es zu einem weiteren Angriff auf die Räumlichkeiten von MANEO. Eine Anwohnerin wurde durch ein klirrendes Geräusch aufgeschreckt und alarmierte daraufhin die Polizei. Vor Ort stellte sich heraus, dass eine Fensterscheibe eingeschlagen worden war. MANEO war damit erneut Ziel eines mutmaßlich gezielten Übergriffs.
„Aufgrund wiederholter Übergriffe gegen unsere Einrichtung sind wir empört und besorgt. Neben dem finanziellen Schaden sorgen wir uns vor allem auch um das Wohl unserer Mitarbeiter. Ihre Aufgabe ist es, Betroffene von Gewalt und Übergriffen zu beraten und zu unterstützen. Die Belastungen für sie wiegen zurzeit doppelt“, so Bastian Finke, Leiter von MANEO auf der Internetseite der queeren Opferhilfeberatungsstelle.
In der Vergangenheit kam es bereits mehrfach zu Sachbeschädigungen an den Einrichtungen von MANEO und Mann-O-Meter (beide befinden sich in der Bülowstraße), unter anderem durch massive Gewalteinwirkung auf Fenster und Türen. Die Fenster wurde als Folge davon schon verkleinert, denn kleinere Fenster sind leichter zu ersetzen. Traurig! Mitarbeitende wurden zudem wiederholt homophob beleidigt und bedroht. In den letzten Wochen ist ein deutlicher Anstieg solcher Vorfälle zu verzeichnen. Die Häufung und Art der Angriffe werfen ernsthafte Fragen zur Sicherheit queerer Einrichtungen und ihrer Mitarbeitenden in Berlin auf. maneo.de
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