Foto: M. Rädel
„BRLO ist übrigens der alt-slawische Name für Berlin und lässt sich erst nach einigen Bieren fehlerfrei aussprechen“, ist online zu lesen. Wieder was gelernt.
Das KASCHK in der Linienstraße 40 hatte sich im schönen Berlin-Mitte längst einen Namen gemacht, als die Corona-Pandemie dem Fortbestand der Bar empfindlich zusetzte. Doch aus der Krise erwuchs eine neue Perspektive. Dave Chaplin, Betreiber des KASCHK und Bruder von Ally Chaplin, der Betriebsleiterin des Berliner Brauerei- und Gastronomieunternehmens BRLO BRWHOUSE, entwickelte gemeinsam mit dem BRLO-Team die Idee, dem beliebten Treffpunkt ein neues Kapitel zu schenken – und ihn gewissermaßen zu „brloisieren“.
Im Herbst 2021 öffnete das KASCHK by BRLO seine Türen erneut. Vieles blieb vertraut: Die Zapfhähne erzählen weiterhin von der Vielfalt kleiner, handwerklich arbeitender Brauereien, und die legendären Shuffleboards warten noch immer auf den nächsten Wettkampf unter Freund*innen. Gleichzeitig erhielt die Bar eine neue kulinarische Handschrift. Von morgens bis tief in die Nacht serviert das Team eingelegtes und fermentiertes Gemüse, sorgfältig ausgewählte Charcuterie (Fleischprodukte wie Schinken, Wurst ...) Berliner Manufakturen sowie Snacks.
Seit inzwischen fünf Jahren wird am recht grünen und auf jeden Fall hippen Rosa-Luxemburg-Platz (hier befindet sich auf die Volksbühne) eine sympathische Erfolgsgeschichte fortgeschrieben. Und zwar in allen Farben des Regenbogens. Der hier gestaltete Tisch ist weit mehr als ein dekoratives Element. Er setzt ein sichtbares Zeichen für Toleranz, Offenheit und queere Präsenz im Stadtraum. Gerade weil das Interieur der Bar ansonsten bewusst reduziert und zurückhaltend gestaltet ist, entfaltet das farbenfrohe Objekt seine Wirkung umso stärker. Es bringt Farbe in den Raum, ohne sich aufzudrängen, und macht sichtbar, was das KASCHK längst lebt: dass Vielfalt nicht nur bereichert, sondern Atmosphäre schafft. www.brlo.de
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