Foto: T. Koch
Julia Klöckner
Die aktuelle Bundestagspräsidentin Julia Klöckner von der CDU lässt die Regenbogenflagge auf dem Deutschen Bundestag wehen. Aber nur am IDAHOBIT. Trotzdem hält die Politikerin an ihrer Entscheidung fest, keine Regenbogenflagge auf dem Reichstagsgebäude zu hissen, wenn Berlin im Juli seinen CSD feiert.
„Ich habe entschieden, dass die Regenbogenflagge künftig immer am 17. Mai auf dem Deutschen Bundestag gehisst wird“, sagte Julia Klöckner gegenüber den Kolleg*innen des „Tagesspiegel“. Den Grund erläuterte die Bundestagspräsidentin ebenfalls: An diesem Tag gebe es einen klaren parlamentarischen Anlass. „Am 17. Mai 2002 hat der Bundestag die Rehabilitierung homosexueller Opfer der NS-Justiz beschlossen. Zugleich ist es der Internationale Tag gegen Homophobie.“
Und warum nicht zusätzlich zum CSD im Juli? Nun, der „Christopher Street Day Berlin“ ist eine große gesellschaftliche Demonstration und kein parlamentarischer Anlass. Für den Bundestag gelte aber das Prinzip politischer Neutralität nach außen. Was bedeutet: Offizielle Beflaggung erfolgt in der Regel nur bei staatlichen Gedenktagen oder mit direktem Bezug zur Parlamentsarbeit.
Über den IDAHOBIT: Am 17. Mai 1990 strich die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Homosexualität von ihrer Liste psychischer Krankheiten. Seit 2005 wird an diesem Tag jährlich der „Internationale Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Trans*feindlichkeit“ (IDAHOBIT) begangen. Der alte Name „Internationaler Tag gegen Homophobie“ wurde 2009, 2015 und 2016 überarbeitet.
Zum Anlass des IDAHOBIT findet am 17. Mai um 12 Uhr am Nollendorfplatz eine Aktion statt: Gemeinsam mit Bezirksbürgermeister Jörn Oltmann wird ein „Kiss Kiss Berlin“-Regenbogenkuchen angeschnitten, begleitet von einer Luftballonaktion. Wir gratulieren zum 20. Geburtstag der Aktion! kiss-kiss-berlin
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