Foto: M. Rädel
Destiny Drescher
Sie ist eine der liebenswertesten DJanes der Stadt und auch mehr als nur ein gern gesehener Stammgast im Rauschgold und der Party „Irrenhouse“. Wir chatteten mit der Schönen, die am 10.11. bei der „Tasty“ im SchwuZ auflegen wird.
Wie kamst du zur Travestie?
Im September 2012 war quasi die Geburtsstunde von Destiny Drescher. Ich habe mit einer Freundin einmal im Jahr eine große Mottoparty geschmissen. In dem Jahr war das Motto „Mein größtes Idol“. Ich habe mich irgendwie versucht, wie Beyoncé zu verkleiden. Das sah, so würde ich es jetzt sagen, mehr schlecht als recht aus. Meine beste Freundin und ich haben dann noch eine kleine Showeinlage dargeboten und so kam eins zum anderen. Ich war schon immer ein Bühnenmensch, habe viele verschiedene Sachen ausprobiert, doch Travestie ist die Sache, in die ich mich unglaublich verliebt habe.
Und wann hast du dich entschieden, das professionell zu machen?
Als ich 2013 von Leipzig nach Berlin gezogen bin, habe ich gesehen, wie groß und vielfältig die Dragszene hier ist, und dachte mir: „Ich will hier was erreichen, ich will auch auf den Bühnen der großen Partys stehen, ich will die Menschen hier unterhalten“. Also fing ich an, jedes Wochenende in Drag auszugehen und hier und da an verschiedenen Contests teilzunehmen, man musste mich ja schließlich kennenlernen. So bekam ich dann meine ersten Jobs als Schnapsgirl und später dann auch für Shows. Der Schnapsjob zur Popkicker war im Übrigen mein erster Job auf einer großen Party, den ich nun mittlerweile schon seit 2,5 Jahre voller Stolz mache!
Warum stehst du auf Beyoncé? Du magst wirklich jedes Lied? Beyoncé trifft so ziemlich alle meine Geschmacksnerven! Sie kann verdammt gut singen, tanzt sich ihre Seele aus dem Leib, weiß einfach, wie man Show macht, und sie wirkt unglaublich professionell. Viele ihrer Songs berühren mich sehr, und nachdem ich sie das erste Mal live gesehen habe, hab ich mich noch mehr in sie verliebt. Die Gute weiß einfach, wie Show gemacht wird! Zu den Liedern: Natürlich habe ich meine Favoriten, aber es gibt auch Lieder, die ich eher seltener höre, wenn ich mir ihre Alben anhöre. Aber im Großen und Ganzen schon, ja.
Du bist nun auch als DJane und Showgirl unterwegs. Hast du da noch Zeit für ganz private Hobbys? Dass ich die Möglichkeit habe, Menschen mit Musik und meinen Shows zu unterhalten und ihnen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern, macht mich sehr glücklich. In dem Falle habe ich einfach mein größtes Hobby zu einer Art Beruf gemacht. Aber wenn ich mal alleine zu Hause entspannen will, zocke ich eine Runde an meinem Laptop.
Was verbindest du mit dem SchwuZ? Das SchwuZ ist für mich ein großer Raum, in dem jeder seinen Platz finden kann. Ich habe mich vom ersten Mal an sofort pudelwohl in diesem Klub gefühlt. Meinen ersten Auftritt in Berlin hatte ich im Übrigen im SchwuZ am Mehringdamm im Jahr 2013, da habe ich noch in Leipzig gewohnt. Niemand kannte mich, ich war noch sehr unerfahren und trotzdem waren alle so nett und herzlich zu mir. Das ist der Grund, warum ich das SchwuZ so liebe.
*Interview: Michael Rädel
10.11., Tasty, SchwuZ, Rollbergstr. 26, 23 Uhr, www.schwuz.de
