Foto: M. Rädel
Vadim Romanov und Lars Deike
Heute eröffnete eine neue queere Ausstellung im ehemaligen Frauengefängnis in Berlin-Lichterfelde: „Unbound“ von prideART. Wir haben ein paar Bilder von der Vernissage für dich.
Die Herbstausstellung widmet sich dem Thema Männlichkeit an einem Ort, dessen Architektur von Disziplin, Kontrolle und gesellschaftlichem Druck erzählt. Das Künstler*innenkollektiv prideART versammelt dort Positionen, die tradierte Männerbilder befragen, unterlaufen oder neu vermessen. Hier gibt es noch ein Interview zu prideART! Im Zentrum stehen auch bislang nie öffentlich gezeigte Arbeiten des schwulen Ost-Berliner Künstlers Jürgen Wittdorf. Seine Grenzsoldaten, Volkspolizisten, Bauarbeiter, Sportler oder Lederkerle wirken zunächst wie Ikonen eines sozialistischen Männlichkeitsideals – und entziehen sich bei näherem Hinsehen doch jeder eindeutigen Lesart. Zwischen heroischer Pose und homoerotischem Blick geraten sie zu vielschichtigen Projektionen von Begehren, Macht und Verletzlichkeit.
Foto: M. Rädel
Künstler*innen vieler Genres machen mit, das freut auch Henning von Berg (rechts im Bild) von prideART.
Foto: M. Rädel
„Unbound“, Eröffnung: 9. September, 19 Uhr, Ausstellung: 9. – 20. September, prideART Berlin e.V., Söhtstraße 7, Berlin
Wir sind auch auf Instagram:
