Schwul zu sein heißt in Deutschland heute vieles gleichzeitig: heiraten dürfen und trotzdem auf der Straße aufpassen. Szene haben und einsam sein. Sichtbar sein und im Job abwägen.
Warum ist das der Kern von männer*?
Weil dieses Magazin daraus entstanden ist – aus der Notwendigkeit, über etwas zu berichten, worüber sonst niemand berichtete. Das ist geblieben, auch wenn sich das Land verändert hat.
Worüber schreiben wir?
Über Beziehungen und Sex, über sexuelle Gesundheit von PrEP bis STI, über Freundschaft als Familienersatz, über Chemsex und darüber, wann Konsum kippt. Über das Alter, das in der Szene kaum vorkommt, und über Pflege ohne Angehörige.
Was hat sich nicht geändert?
Die Rechnung, die man im Kopf macht, bevor man auf der Straße die Hand nimmt. Sie fällt heute in Berlin-Schöneberg anders aus als in einer Kleinstadt, aber sie wird immer noch gemacht.
Auch dazu: LGBTIQ*, Homophobie, Coming-out, Senioren

